Chromebook – das abgespeckte Google-Netbook hat keine Chance
Das Netbook von Google – das Chromebook von Samsung und Acer – ist seit kurzem auf dem Markt und bei vielen Online-Medien herrscht schon Zwiespältigkeit bezüglich des neuen Gerätes vor. Immerhin handelt es sich ja beim Chromebook um ein abgespecktes Netbook mit den notwendigsten Funktionen. Welche Features, Vorteile und Nachteile das Chromebook bereithält, erfahrt Ihr im Folgenden.
Um die 400 Euro soll das Chromebook mit WLAN-Funktion kosten und für 50 Euro mehr ist die 3G-Variante zu haben. Ein stolzer Preis für das Netbook und ich erwarte mir von dem Gerät einige besondere Features, mit denen ein herkömmliches Netbook für um die 300 Euro nicht aufwarten kann. An Bord befindet sich ein Dual-Core-Prozessor und ein Arbeitsspeicher mit 2 GB RAM. Wie die Kollegen von teltarif.de getestet haben, liegen die größten Pluspunkte beim Chromebook in der langlebigen Akku-Laufzeit und in der kurzen Startzeit des Betriebssystems – in rund 8 Sekunden ist das Chromebook arbeitsbereit. Die Arbeit auf dem Chromebook ging demnach schnell von statten und auch die Tastatur lässt sich gut bedienen. Leider büßt das Chromebook besonders hinsichtlich seiner billig wirkenden Verarbeitung in Sachen Fortschritt ein. Hier hätte der Hersteller doch etwas mehr liebe ins Design und besseres Material für die Ausstattung verwenden können – denn dies wirkt alles ziemlich funktional.
Chrome OS – Segen für die Einen, Fluch für die Anderen
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Auch negativ fallen die wenigen Anschlussmöglichkeiten auf. Aber auch der fest verbaute Akku gehört nicht zu den besten Features, da er weder aufgerüstet, noch nachgerüstet werden kann, sollte er mal kaputt gehen. Vielleicht nicht jedermanns Highlight wird das matte Display sein, während ich diese Version gerade für die Arbeit unterwegs gut finde, da kaum Spiegelungen auftreten, werden andere wieder vermutlich ein glattes Display für die Farbwerte besser finden. Das Betriebssystem – Chrome OS – spaltet aber die meisten Gemüter und hat zwei Gesichter: So bietet sich das mobile Google-Betriebssystem gerade für den Gebrauch unterwegs an, wenn der Nutzer schnell mal im Internet surfen möchte oder einfache Bildbearbeitung oder Office-Anwendungen nutzen will. Doch genau an dieser Stelle hört der Spaß auf, denn um das Chromebook im vollen Umfang nutzen zu können, sollte das Gerät ständig mit dem Internet verbunden sein. Mit allen größeren Anwendungen wie Online-Spiele, Photoshop-Nutzung oder ähnliche Programme dürfte der Chromebook-Nutzer allerdings an seine Grenze gelangen.
Bei basicthinking fällt die Meinung zum Chromebook ähnlich aus – die haben das Chromebook auch direkt ausprobiert. Gerade beim Handling der Dateien traten bei den Kollegen Schwierigkeiten auf. Demnach war das Löschen, Anlegen und Umbenennen der Dateien ziemlich umständlich im Test. Insgesamt kann das Google Chromebook eher als Spaß-Gerät angesehen werden, aber den Platz eines vollwertigen Netbooks oder Notebooks wird es nicht einnehmen können. Gerade da auch keine eigene Software installiert werden kann – es stehen lediglich Apps aus dem Chrome AppStore zur Verfügung. Gegenüber normalen Netbooks hat das Chromebook auf lange Sicht keine wirkliche Chance. Gerade die Bindung der Software-Programme ans Internet empfinde ich als das größte Problem. Aber auch der Preis spielt eine große Rolle.
Sicher ist sicher…
Auch in Puncto Sicherheit hat das Chromebook noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen. So kann sich das Chromebook automatisch aktualisieren und überprüft neue Updates und lädt diese bei Bedarf selbständig herunter.
Bild: Google, Montage: dsltarife.net










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