Deutsche Telekom will Kommunen durch Kooperationen Breitbandinternet ermöglichen

Bild: Deutsche TelekomViele ländliche Gebiete haben noch immer keinen Zugang zu schnellen Internetanbindungen. Mit der neuen Breitbandstrategie der Bundesregierung sollen bis Ende dieses Jahres die Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen werden. Bis 2014 sollen sogar 75 Prozent der deutschen Haushalte eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 50 MBit/s nutzen können. Neben anderen Telekommunikationsunternehmen bemüht sich auch die Deutsche Telekom, schlecht versorgte Regionen mit schnellen Internetverbindungen zu versorgen.
Im vergangenem Jahr wurden bundesweit 720 Kooperationen zwischen der Telekom und Kommunen für den Breitbandausbau geschlossen, 50 weitere Verträge sollen im Moment bei Gemeinden zur Unterzeichnung liegen. Für dieses Jahr sind ebenfalls Vereinbarungen in einer ähnlichen Größenordnung vorgesehen, wie das Unternehmen mitteilt. Nach eigenen Angaben können mit den Kooperationen sowie dem Regelausbau und Kapazitätserweiterungen etwa 300.000 Haushalte mit einem Breitbandzugang versorgt werden.
Interesse der Gemeinden am Breitbandinternet ist groß
"Wir werden auch 2010 weiter gezielt in ländliche Gebiete investieren und planen ähnlich viele Kooperationen zu vereinbaren wie im Vorjahr", betont Niek Jan van Damme, Vorstand Deutschland der Deutschen Telekom. "Wir halten unsere Zusagen und unterstützen das Ziel der Bundesregierung, den Breitbandausbau in Deutschland weiter zu forcieren", äußerte sich van Damme weiterhin. Das Interesse der Gemeinden an einem Zugang zu schnellem Internet sei groß, so die Telekom. Demnach soll es allein im vergangenem Jahr etwa 9.000 konkrete Anfragen an das Unternehmen gegeben haben. Da die Telekom mit 50 Prozent Marktanteil nicht das gesamte Netz ausbauen könne, wird auf die Unterstützung weiterer Unternehmen aus der Branche gehofft.
Beim Breitband-Ausbau setzt die Telekom auch auf Mobilfunk- und Richtfunklösungen. "Wo der Ausbau über Festnetz zu teuer ist, prüfen wir Mobilfunk- oder Richtfunklösungen, um den Bürgern über alternative Technologien schnelle Internetanbindungen bieten zu können", erläutert Ulrich Adams, Vorstandsbeauftragter für den Breitbandausbau in Deutschland. Im Mobilfunk sind bei T-Mobile über HSPA Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s möglich.
In Gebieten, in denen die Telekom beim Breitbandausbau mit niedrigen Kundenpotenzialen und hohen Ausbaukosten rechnet, können sich die einzelnen Kommunen am Ausbau beteiligen, um nicht ohne Breitband zu bleiben. Diese Beteiligung kann unterschiedliche Formen annehmen. Zum einen können sie bereits vorhandene Kabelkanalanlagen oder Leerrohre zur Verfügung stellen oder die Kosten für die Tiefbaumaßnahmen übernehmen. Auch finanzielle Zuschüsse an die Telekom seien eine Alternative. Der größte Kostenpunkt beim Ausbau seien die Tiefarbeiten, deren Kosten bis zu 50.000 Euro pro Kilometer betragen sollen.











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