Alles Digital: was IPTV kann und für wen es verfügbar ist

Bild: dsltarifeUnsere Welt wird immer digitaler. Im Jahre 2007 eröffneten in Deutschland 133 digitale Kinosäle die Türen, nun zieht das Heimkino nach. In immer mehr Regionen ist es, unabhängig, ob man überhaupt Satellitenschüssel oder Kabelanschluss hat, möglich, Fernsehen, teilweise zumindest, in HD-Qualität zu empfangen. Einzige Voraussetzung: eine Datentransferrate von mindestens 25 MBit/s. Wichtig ist außerdem die Entfernung zur nächsten Verteilerstation, denn je weiter der Empfänger weg ist, desto langsamer wird die Datenübertragung.
Eine Million Kunden der deutschen Telekom nutzen bereits das Angebot von T-Home und empfangen ihr TV-Programm direkt aus dem Internet. Die Telekom bietet derzeit das umfassendste Angebot an Internet-Fernsehen, allerdings lohnt es sich nicht für alle, denn der Spaß hat natürlich auch seinen Preis. Das T-Home Entertain kostet monatlich mindestens 44,95 Euro. Im Preis enthalten ist der normale Fernsehempfang über IPTV. Außerdem bietet T-Home weitere kostenpflichtige Zusatzangebote, wie beispielsweise HDTV-Empfang der Sender ARD, ZDF, Arte, Anixe HD und den Musikkanal MTV für monatlich weitere 10 Euro. Das Bundesliga-Programm Ligat total! kostet monatlich 20 Euro mehr, diese Investition lohnt sich aber für Fans, denn alle Bundesliga-Spiele werden dafür in HDTV übertragen und sind auch später weiterhin abrufbar. Zum Vergleich bietet Sky eine Bundesliga-Komponente für mindestens 42,90 Euro an. Bei dieser Variante werden nicht alle Spiele in HDTV übertragen sondern lediglich fünf pro Monat. Die Spiele der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft werden aber auch durch Sky alle in HDTV gezeigt.
ARD, ZDF und Arte in HDTV bei Alice
Bei HanseNet und deren Internet-Angebot Alice fällt der preisliche Rahmen deutlich schmaler aus. Das Grundpaket kostet pro Monat 4,90 Euro. Enthalten ist die Ausstrahlung in HD der Sender ARD, ZDF und Arte. Alle anderen Sender senden in normaler Qualität. Weitere Pay-TV-Pakete kosten zwischen 2,99 und 22,90. Was fehlt, ist ein umfassendes Bundesliga-Angebot. Es gibt zwar Sportkanäle, aber Fussball-Fans werden mit diesem Angebot nicht glücklich. Alice ist aber eine gute Alternative für Anschluss-Besitzer mit weniger als 16 MBit/s, denn diese Rate erfordert das Entertain-Paket der Telekom für die Standardauflösung. HanseNets Anforderungen liegen da weit drunter. Hier sind es nur 6 Mbit/s, die benötigt werden, um in der Standardauflösung zu empfangen.
Generell benötigt man für den Empfang eine Settopbox, die zwischen DSL-Router und Fernseher gesetzt wird. Aufgabe dieser Box ist, das Signal aus dem Internet für den Fernseher verständlich umzusetzen. Außerdem kann sie auch als digitaler Videorecorder fungieren, was bei Alice mit monatlichen Mehrkosten von 8,90 Euro verbunden ist.
Lange bleiben die beiden Anbieter vermutlich nicht mehr die Einzigen mit IPTV im Portfolio. Bereits im Dezember 2009 kündigte Vodafone an, man wolle auch ins IPTV-Geschäft einsteigen. Der Firmenvorgänger Arcor hatte für diese Ansprüche eine Sparte, die auch von Vodafone übernommen wurde, doch noch nicht wieder auf dem Markt ist. Wann der Markteintritt durchgeführt wird, ist genau so unbekannt. Für Vodafone-Kunden ist es jedoch wert, die Entwicklung zu betrachten, denn möglicherweise gibt es ja auch in Deutschland ein ähnliches Eröffnungsangebot wie in Portugal. Dort stellte der Telekommunikation-Konzern seinen Kunden das IPTV für einige Monate kostenlos zur Verfügung.











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