DSL-Speed-Test: Wie schnell ist der Internet-Anschluss wirklich?
Besitzer eines DSL-Anschluss möchten oft gerne wissen, wie schnell ihr DSL-Anschluss wirklich ist, vor allem wenn die Internetverbindung Probleme bereitet oder Downloads quälend langsam erscheinen, obwohl der DSL-Anbieter hohen Datenraten verspricht. Doch die Angaben für Geschwindigkeit bei Privat-Anschlüssen geben in der Regel immer nur einen Maximalwert für die Datenrate an. Zum Unmut der Kunden liegen die echten Werte meist wesentlich geringer.
Speedmeter im Web häufig ungenau
Zahlreiche Webseiten bieten den Dienst an, die Geschwindigkeit des DSL-Anschlusses zu messen, doch die Ergebnisse dieser Tests sind häufig ungenau und unzuverlässig. Das gleiche gilt für zahlreiche kostenlose Programme, die der Nutzer ebenfalls im Web finden kann. Diese nutzen zumeist das gleiche Verfahren wie die Web-Applikationen und tauschen Dateien – je nach Einstellungen in unterschiedlicher Anzahl und Größe – mit einem Server im Web aus.
Mit dieser Vorgehensweise wird jedoch nicht die Geschwindigkeit des eigentlichen DSL-Anschlusses gemessen, sondern diejenige der gesamten Übertragungsstrecke vom PC – mit dem jeweils verwendeten Web-Browser – zum Server und zurück. Nutzt der Anwender ein spezielles Speedmeter-Programm fällt der Einfluss des Browsers natürlich weg. Doch laufen gleichzeitig noch andere Programme auf dem PC, die viel Rechenkapazität belegen oder die Internetverbindung auslasten, können beide Arten des Speedmeters das nicht erfassen.
Zudem spielt zum Beispiel auch die Anbindung des Rechners an das DSL-Modem eine Rolle. So kann das heimische WLAN die Übertragungsrate empfindlich ausbremsen. Auch der weitere Weg der Daten-Pakete bis zum Server und die Antwortgeschwindigkeit des Servers beeinflussen das die Datenrate maßgeblich. Sinnvoll ist es daher, die Tests bei verschiedenen Anbietern durchzuführen und die Ergebnisse zu vergleichen. Wer trotz dieser Einschränkungen einen DSL-Speedtest nutzen möchte, findet hier bei grundlagen-computer.de noch einige Hinweise.
Mehr Infos:
Wer einen Orientierungswert für die Datenrate seines Gesamtsystems haben möchte, kann daher auch ganz ohne zusätzliche Software einen eigenen “Praxistest” durchführen. Dazu startet er eine Vielzahl von Downloads aus verschiedenen Quellen, damit die Datenrate nicht von der Geschwindigkeit auf der Route zu einem bestimmten Server abhängig ist. Auch hierbei werden natürlich mehr Informationen übertragen als die reinen Dateien. So sind auch die beteiligten Protokolle, etwa HTTP oder FTP beim Web-Browser für einen Teil der benötigten Datenrate verantwortlich. Dabei kann der Anwender die momentane Datenübertragungsrate mit den bordeigenen Mitteln des Betriebssystems beobachten. Bei Windows etwa findet der Nutzer die Netzwerkanzeige im Reiter “Netzwerk” des Task-Managers, den er mit der Tastenkombination Esc+Umschalt+Strg öffnen kann.
Direkte Informationen liefert das DSL-Modem
Wer als Nutzer herausfinden möchte, wie schnell der DSL-Anschluss ist, unabhängig vom verwendeten PC und anderen Geräten, findet entsprechende Informationen im DSL-Modem oder DSL-Router-Modem. Die Benutzeroberfläche des Geräts erreicht der Anwender im Regelfall über den Web-Browser. Viele DSL-Modems machen sowohl Angaben über die mit dem DSLAM in der Vermittlungsstelle ausgehandelte Datenübertragungsrate als auch die tatsächliche aktuelle Geschwindigkeit.
Gibt es Probleme mit langsamen Übertragungen, so lohnt sich hier auch ein Vergleich der über das DSL-Modem und mit dem PC ermittelten Geschwindigkeit. Ist die Datenrate, die der PC bietet, bedeutend geringer als die vom DSL-Modem bereitgestellte Geschwindigkeit, so liegt das Problem höchstwahrscheinlich auf der Verbindungsstrecke zwischen Modem und Rechner oder im PC selbst.
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