DSL – T-Home-Neukunden müssen auf Fastpath verzichten

Bild: © TelekomJeder Online-Gamer weiß, dass er bei Online-Vidospielen nur dann eine Gewinn-Chance hat, wenn er auf die Aktivitäten seiner Gegner möglichst schnell reagieren kann. Diese Chance erreicht er nur dann, wenn er über seine Internet-Verbindung eine möglichst kurze Reaktionszeit, sprich Ping-Zeit hat. Dies erreicht er über die so genannte FastPath-Option, die beispielsweise T-Home zum Aufpreis von monatlich 1,02 Euro mit anbietet.
Das Online-News-Magazin für Internet-Profis onlinekosten.de meldet nun, die FastPath-Option der Telekom wird seit Oktober für Neukunden nicht mehr angeboten. Die Einstellung dieser Service-Leistung begründet sich aus einer "wirtschaftlich-technischen Entscheidung, so onlinekosten.de, FastPath gelte grundsätzlich als anfälliger für Störungen.
Realisiert wird FastPath durch das Ausschalten bestimmter Fehlerprotokolle (Interleaving) bei der Übertragung von Daten, in diesem Fall übers Internet. Bei den übertragenen Datenpaketen werden normalerweise zusätzliche Fehlerkorrekturinformationen mit übertragen. Sind die Datenpakete aufgrund der Übertragung fehlerhaft, so werden diese Pakete erneut abgefragt und bremsen somit insgesamt die Datenübertragung. Mit Interleaving ergibt sich eine durchschnittliche Übertragungszeit von etwa 80 ms, während die Übertragungszeit ohne Interleaving bei 40 bis 20 ms liegt.
T-Home Bestandskunden bleibt die FastPath-Option erhalten, allerdings nur, so lange der Kunde keinen Tarifwechsel vornimmt. Bestandskunden, die trotzdem in einen anderen Tarif wechseln möchten wird empfohlen, einen DSL-Tarif mit einer Geschwindigkeit von mindestens 16 Mbit/s (DSL 16.000) zu wählen. In diesen Fällen seien die Antwortzeiten der Server ähnlich schnell wie mit der aktivierten FastPath-Option.
Die Information über ein mögliches Ende der FastPath-Option bei T-Home ist allerdings nicht ganz neu. Bereits im März diesen Jahres war auf der Telekom.de-Website (im Hilfe-Bereich) zu lesen, dass das Leistungsmerkmal FastPath nur noch mit DSL-16000 buchbar sei, nicht aber bei DSL-Anschlüssen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6000 KBit/s. Seinerzeit sprach die Telekom auf Anfrage von einem Missverständnis deutete aber an, dass es in absehbarer Zukunft "ein alternatives Produkt" geben soll.
FastPath wird auch von anderen DSL-Providern angeboten wie beispielsweise von dem Düsseldorfer DSL-Provider Versatel. Hier nennt sich die Option FastPath Plus und kann zum Aufpreis von einem Euro dazu gebucht werden. Bei o2-Germany nennt sich die Option "Speed Ping" und wird ebenfalls mit einem Euro pro Monat berechnet. Bei Tele2 ist die FastPath-Option bereits ohne Aufpreis in den Anschluss-Paketen mit eingeschlossen.










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