Ericsson kündigt LTE-Datenübertragung mit 1 GBit/s an

Bild: EricssonDer Mobile World Congress 2010 in Barcelona ist in vollem Gange und die Hersteller überraschen immer wieder mit innovativen Neuerungen und spannenden Vorstellungen. So hat der Mobilfunk-Hersteller Ericsson kürzlich die Demonstration einer LTE-Datenübertragung mit 1 GBit/s angekündigt. Der aktuelle Standard HSPA+ soll im gleichen Zuge auf eine Geschwindigkeit von bis zu 84 MBit/s beschleunigt werden.
Betrachtet man jedoch die technischen Details der Gigabit-LTE-Übertragung etwas genauer, zeigen sich auch die negativen Aspekte dieser Übertragungsart. Denn im Test werden vier LTE-Zellen mit je 20 MHz Bandbreite und 4×4 MIMO gebündelt. Die selbe Technik kam schon zu Beginn der Online-Zeiten zum Einsatz, als man vier ISDN-Basiskanäle von zwei ISDN-Anschlüssen zu damals beeindruckenden 256 kBit/s zusammenfassen konnte. Dadurch wurden jedoch auch die Kosten für den Nutzer schon mal vervierfacht, was diese Art der Bündelung eher für den professionellen Bereich zugänglich machte, wie teltarif.de schreibt.
Mittlerweile ist die LTE-Übertragung soweit voran geschritten, dass neue technische Spielereien ausprobiert werden können. Immerhin ist eine Übertragungsrate von 250 MBit/s auf einem einzelnen Frequenzband mit 20 MHz Bandbreite schon beeindruckend, selbst, wenn sie sicher nur in unmittelbarer Nähe zur Basisstation erzielt werden können und die verfügbare Bitrate mit zunehmender Entfernung sinkt.
Zahl der Smartphone-Nutzer wird sich bis 2015 vervierfachen
Mit dieser hohen Ausgangsrate kann man jedoch immerhin auf eine effektive Geschwindigkeit von 10 bis 20 MBit/s für den einzelnen Nutzer hoffen. In der Praxis werden aktuell bei mobilen Downloads rund 1 MBit/s erreicht und manchmal auch überschritten – trotz der von den Anbietern versprochenen höheren Bitraten.
Hans Vestberg, President und CEO von Ericsson, sagte: "Es ist zu erwarten, dass die Zahl der PC-Nutzer mit Mobilfunkanbindung bis zum Jahre 2015 um das Sechsfache steigen wird. Der Datenverkehr wird im Vergleich zu 2009 um das 50-fache zunehmen. Innerhalb dieses Zeitraums wird sich die Zahl der genutzten Smartphones vervierfachen und deren Datenverkehr um mehr als das 25-fache ansteigen. Durch das rasant wachsende Datenvolumen werden die Netzkapazität und die Qualität in den Netzen zu den zentralen Herausforderungen. Wir prognostizieren die Vernetzung von etwa 50 Milliarden Endgeräten bis zum Jahr 2020."
Weiterhin heißt es: "Überall auf der Welt wird es Patienten geben, die online mit Krankenhäusern kommunizieren. LKWs werden Daten mit Logistik-Centern austauschen, um ihre Routen effizient zu planen. Manche Netzbetreiber haben in ihrem Unternehmen bereits Abteilungen geschaffen, die sich dediziert um die Herausforderungen der Machine-to-Machine-Kommunikation kümmern.Die HSPA- und 4G/LTE-Technologie ermöglicht es, diese 50 Milliarden Geräte zu vernetzen und das ständige Wachstum des Datenverkehrs zu meistern. Mehrere der führenden Netzbetreiber vertrauen uns und beziehen von uns ihre neuen 4G/LTE-Netze. Damit unterstreichen wir unsere Technologieführerschaft und verfügen über Skalenvorteile."











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