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Erklärung hochauflösendes Fernsehen

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HDTV


HDTV ist die Abkürzung für "High Definition Television" (zu Deutsch hochauflösendes Fernsehen) und eigentlich mehr ein Sammelbegriff für Fernsehnormen mit hochauflösenden Eigenschaften gegenüber dem herkömmlichen Fernsehenstandard "SDTV" (Standard-Definition Television). HDTV ist nicht zu verwechseln mit 16:9 oder digitalem (DVB) bzw. digital-terrestrisches Fernsehen (DVB-T). HDTV wird mit 1080 aktiven Zeilen in Zeilensprungmodus oder 720 Zeilen im Vollbildmodus bei einem Seitenverhältnis von 16:9 in der ITU-R BT.709 festgelegt. Der Ausdruck "high-definition" kann sich sowohl auf die Auflösungsspezifikation beziehen als auch auf Medien mit ähnlicher Schärfe wie Spielfilme. Die beiden HDTV-üblichen Bildauflösungen sind 1280 × 720 Pixel und 1920 × 1080 Pixel, im Vollformat. Das Seitenverhältnis des Bildes beträgt 16:9.

Die typischerweise verwendeten Bildfrequenzen betragen bei der Vollbilddarstellung 23.976 Hz, 24 Hz, 25 Hz, 29.97 Hz und 30 Hz, und bei der Halbbilddarstellung 50 Hz, 59.94 Hz und 60 Hz. Die traditionelle Frequenz von 50 bzw. 25 Hz wird für eine Darstellung des deutlich größeren dargestellten Bildes von einigen Experten als zu gering angesehen, weswegen auch in Europa die Nutzung von 60 bzw. 30 Hz erwogen wird. Grundsätzlich sind bei HDTV alle, beim Digitalfernsehen oder auf der DVD zum Einsatz kommenden Tonformate möglich. Wobei sich aber Dolby Digital durchsetzt. In den Transportströmen kann MPEG-1/-2 Audio Layer-2 bis Dolby Digital (AC3) von Mono bis Mehrkanalton genutzt werden. Da HDTV als Premiumangebot gilt, wird sowohl für das Bild als auch für den Ton mehr Bandbreite bereitgestellt und somit häufig Mehrkanalton angeboten.

Für die Übertragung sind alle gängigen Übertragungssysteme möglich. Zurzeit wird hauptsächlich über Satellit und Kabel übertragen, aber auch terrestrische und Übertragung via Internet sind möglich. Die Verteilung auf diese Systeme variiert von Land zu Land. In Europa wird der DVB-Standard verwendet und hauptsächlich über Satellit ausgestrahlt. Erste Kabelunternehmen fangen gerade an, HD-Sender in Ihre Netze aufzunehmen. In Frankreich werden momentan Tests mit dem dort TNT genannten DVB-T durchgeführt. Das Internet ist allerdings noch weit entfernt vom Regelbetrieb. Es sind vereinzelt Internetseiten mit HD-Videos zu finden, allerdings handelt es sich lediglich um herunterzuladende Kinotrailer. Kommerzielle Dienste für IPTV oder VoD gibt es für HDTV noch nicht. Die deutsche T-Com hat damit begonnen, einen IPTV-Dienst auf Basis des VDSL-Netzes aufzubauen, das die Premiere-HD Kanäle einspeist.

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