Torsten
Insider
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Der Streit zwischen kommerzielen Anbietern von Musik-Downloads und der Musikindustrie gewinnt eine immer schärfer werdende Tonalität: die Musikindustrie geht jetzt sogar gegen den Tiscali-Dienst JukeBox vor. Dieser Dienst war vor einigen Wochen eröffnet worden und erlaubte es den Nutzern, über ein P2P-Netzwerk, Musikstücke von den Computern anderer Anwendern zu streamen. Tiscali hatte zwar für JukeBox eine Lizenz von der italienischen Musikverwertungsgesellschaft SCF erworben, laut Meinung der Musikindustrie, deckt diese Lizenz nicht die im Rahmen von Tiscali-JukeBox angebotene Suche nach Künstlernamen.
Tiscali hat nun den Dienst vorerst abgeschaltet, Mario Mariani (Senior Vice President des Unternehmens) erhebt jedoch in einem offenen Brief schwere Vorwürfe gegen die Musikindustrie und geht so weit zu behaupten, die Musikfirmen wären in dieser Sache sehr kurzsichtig und eine Zusammenarbeit mit ihnen wäre nahezu unmöglich. In seiner Stellungnahme, moniert Mariani zu Recht, ein Musik-Downloaddienst, ohne der Möglichkeit nach Künstlername oder Genre zu suchen, sei für den User letztendlich wertlos. Weiterhin kritisiert er die Vorgehensweise der Musikindustrie in dieser Sache, die entsprechenden Major Labels hätten Wochen gebraucht, um ihre Einwände in Sachen Tiscali-Dienst vorzubringen.
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| 10.06.2006 07:19:02 |
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