Werksschließung in Bochum - Nokia weiterhin im Image-Tief

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Werksschließung in Bochum - Nokia weiterhin im Image-Tief

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Didi
Mal hier, mal da

Registriert: 07.11.2006
Beiträge: 328
Anfang des Jahres teilte der Finnische Handy-Hersteller Nokia mit, man wolle das Werk in Bochum zum 30.Juni dieses Jahres schließen, was letztlich auch geschehen ist. Damit schickte Nokia mehr als 3000 Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit (2000 davon aus dem Nokia-Werk, viele aber auch aus Zulieferer- oder Zeitarbeitsfirmen).

Nokia handelte sich durch dieses Vorgehen einen enormen Image-Schaden in Deutschland ein. Besonders negativ kreideten die Deutschen den Finnen an, dass das Werk in Bochum immer Gewinne geschrieben hatte und dass das Land Nordrhein-Westfalen sowie der Bund dem Handy-Hersteller Subventionszahlungen in Höhe von über 50 Millionen Euro bewilligt hatte ....UND!.... die Tatsache, dass Nokia seine Produktionsstätte zeitgleich in Rumänien wieder aufbauen wolle ... und hierfür ebenfalls wieder Subventionszahlungen erhält.

Nokia versuchte zwar, sein Image in Deutschland wieder aufzubessern, doch dies ist den Finnen scheinbar nicht gelungen, wie jetzt 'Boris Hedde' von 'Psychonomics' veröffentlichte. Nokia hat zwar 200 Millionen Euro in eine Auffanggesellschaft für die jetzt arbeitslosen Beschäftigten eingezahlt und zusätzlich noch einmal 20 Millionen Euro in einer Förderstiftung für ein Bochumer Industrie-Park und selbst die Erlöse aus dem Verkauf des Werkgeländes in Bochum sollen noch in diesen Topf fließen, doch genutzt hat es den Finnen scheinbar nicht viel.

Der Umsatz war in Deutschland um mehr als fünf Prozent zurückgegangen und immer noch haben sich die Umsatzzahlen nicht merklich erholt. Zwar sei der Umsatz wieder gestiegen, doch an die Ergebnisse der alten Zahlen ist Nokia noch weit entfernt.


17.07.2008 15:13:13
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LuckyLuke
Normaler Mensch

Registriert: 07.11.2006
Beiträge: 190
Na, SO schlecht kann es Nokia wohl nicht gehen!

Nokia veröffentlichte jetzt sein Ergebnis aus dem zweiten Quartal 2008 und dort heißt es, man habe im zweiten Quartal insgesamt 122 Millionen Handys ausgeliefert und seinen Weltmarktanteil von 39 auf jetzt 40 Prozent steigern können.

Trotz des enormen Preisverfalls im Handy-Markt (im Vorjahresquartal hatte Nokia pro Handy rund 90 Euro erlösen können, jetzt liegt der Erlös nur noch bei 74 Euro), hat Nokia im zweiten Quartal 2008 einen Gewinn von 1,103 Milliarden Euro eingefahren. OK - im Vergleichsquartal des Vorjahres lag der Gewinn noch bei 2,828 Milliarden Euro.

Nokia meldet, dass das Bochumer Werk die Bilanz mit rund 259 Millionen Euro belastet hat, also exakt der Summe, die Nokia in Deutschland noch einbringen will oder hat.

Obwohl Analysten für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von rund 12,86 Milliarden Euro erwartet hatten, lag der tatsächliche Umsatz bei 13,15 Milliarden Euro.

Also insgesamt doch nur Pinatz in Deutschland.


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Warum in die ferne schweifen?

17.07.2008 15:42:23
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