Kai
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Das WorldDAB-Konsortium hat den aacPlus-Codec des schwedisch-deutschen Unternehmens Coding Technologies standardisiert und dieser Standard wird wahrscheinlich zukünftig auch für DAB-Digital Radio-Empfänger gelten. Der Codec wird bereits bei Tonübertragungen des Handy-TV-Modus DMB (Digital Multimedia Broadcasting) eingesetzt, während bei DAB immer noch der veraltete Codec MPEG 1-Layer 2 genutzt wird.
Wie Coding Technologies mitteilt, ermöglicht der neue Standard Broadcasting-Anbietern den Einsatz modernster Audiotechnologie. Die technischen WorldDAB-Spezifikationen unterstützen auch MPEG Surround, die neue rückwärtskompatible Mehrkanal-Lösung, die den Simulcast-Mehrkanal-Betrieb ohne zusätzlichen Bandbreitenbedarf ermöglicht.
Einen kleinen "Pferdefuß" hat der aacPlus-Standard für Endverbraucher, die bereits ein DAB-Digitalradio besitzen: Kommt der neue Standard zum Einsatz, dann sind die alten DAB-Receiver quasi wertlos. Bislang gibt es auch innerhalb der Medienanstalten und DAB-Gesellschaften noch keine Einigkeit darüber, ob und wann der neue Audio-Codec eingeführt werden soll. Während etwa Bayern den alten Standard MPEG 1-Layer 2 favorisiert, drängen Marktteilnehmer aus Hessen auf eine schnelle Einführung des aacPlus-Codecs.
aacPlus ist die Kombination von MPEG-4 AAC (Advanced Audio Coding) mit der Spectral Band Replication (SBR)- und Parametric Stereo (PS)-Technologie von Coding Technologies, mit deren Hilfe die Effizienz beliebiger Audo-Codecs verbessert werden kann. aacPlus ist ein zentraler Bestandteil des offenen MPEG-Standards und findet breite Verwendung für digitalen Rundfunk, mobile Musikdienste und Internet-Streaming. Mit nur einem Drittel der von MPEG-1/Layer 2 - der bisher für DAB verwendeten Technologie - benötigten Bitrate liefert aacPlus nahezu CD-typische Audioqualität.
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| 02.11.2006 10:15:46 |
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