Fabian
Editor
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Im Dezember 2006 wurden von der Bundesnetzagentur WiMAX-Lizenzen für Deutschland vergeben, wobei der deutsche Dienstleister für Breitbandtechnologie, die Deutsche Breitbanddienste GmbH (DBD) sich Lizenzen sichern konnte, um ganz Deutschland mit der Technologie zu versorgen.
In einem Interview mit Technology Review berichtete DBD-Chef Fabio Zoffi über die bisherigen Erfahrungen mit WiMAX. Zoffi meint, das Unternehmen betreibt bereits rund 30 WiMAX-Netze, darunter in Leipzig, Berlin, Dresden oder Wuppertal und hätte bisher sehr gute Erfahrungen hinsichtlich Zuverlässigkeit gemacht. Bis 2011 wolle DBD in Deutschland eine praktisch flächendeckende Alternative zu festnetzgebundenem DSL und Mobilfunk anbieten und bis dahin gut eine Milliarde Euro investiert haben.
In Anbetracht dessen, dass die Investitionskosten bei WiMAX wesentlich geringer sind als bei einem möglichen Festnetzausbau, wird WiMAX gerade auch in ländlichen Regionen eher zur Verfügung stehen. Im ländlichen Raum sei DBD bereits mit der Marke "DSLonair" vertreten; in den Ballungszentren sei man mit dem Angebot "MAXXonair" extrem wettbewerbsfähig. Es ist sogar geplant, dem Kunden ein Tarifmodell anzubieten, bei dem er einen kostenlosen Zugang zum Internet findet. Wie dieses Modell genau aussehen wird und wann damit zu rechnen ist, nannte Zoffi allerdings nicht.
Zoffi wurde von Technology Review auch um eine Stellungnahme gebeten, warum sich die großen deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber nicht an der WiMAX-Versteigerung beteiligt hätten. Zoffi meinte: Die Mobilfunk-Netzbetreiber haben bereits sehr viel Geld in die bekannte UMTS-Technologie investiert und eine Investition in eine weitere Technologie würde sich wohl kaum rechtfertigen. Allerdings erwartet Zoffi, dass sich innerhalb der nächsten zwei Jahre auch große Mobilfunkanbieter in Europa für WiMAX interssieren werden, da UMTS einfach die flasche Technologie für Broadband Wireless Data sei.
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| 26.01.2007 13:43:59 |
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