Handy oder Smartphone als Modem für mobiles Internet nutzen

Bild: Handy als ModemDie Möglichkeiten per Handy, Smartphone, PDA oder Netbook das mobile Internet zu nutzen sind vielfältig. Die meisten neueren Geräte verfügen bereits über GPRS, UMTS, HSDPA oder WLAN. Die Übertragungsgeschwindigkeiten nehmen weiter zu, so dass der mobile Internetzugang zu einer Konkurrenz für den festnetzbasierten Breitbandanschluss über DSL oder TV-Kabel wird. Neben den gewöhnlichen Modems kann auch ein Handy oder Smartphone als mobiles Modem für den Zugang zum Internet eingesetzt werden. Besonders unterwegs kann diese Variante eine bequeme und schnelle Alternative darstellen.
Um ein Handy als Modem für ein Netbook oder einen PC nutzen zu können muss dieses keine großen Voraussetzungen erfüllen. Das Gerät muss mindestens GPRS bzw. UMTS unterstützen und eine Verbindung zum PC, über Bluetooth oder Kabel, herstellen können. Für einige Handys wird eine Software für den Einsatz als Modem mitgeliefert, die eine zusätzliche Einrichtung erspart. Auch ohne Software kann das Handy für den Einsatz als Modem am PC oder Netbook einfach konfiguriert werden.
Zugangspunkt des eigenen Mobilfunk-Anbieters wählen
Bei der Einrichtung ohne Software wird unter dem Betriebssystem Windows zunächst der Menüpunkt Telefon- und Modemoptionen unter der Systemsteuerung gewählt. Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem das Handy-Modell ausgewählt wird und anschließend die Eigenschaften über den entsprechenden Button aufgerufen werden. Nun wird der Button Einstellungen ändern betätigt und der Reiter Erweitert geöffnet. In diesem Fenster findet der wichtigste Teil der Konfiguration statt, da der Initialisierungsbefehl +cgdcont=1,"IP","APN" eingegeben wird. Der Zugangspunkt (APN) wird dabei durch die entsprechende APN des Mobilfunk-Anbieters ersetzt.
Im Untermenü Netzwerk- und Freigabecenter der Systemsteuerung kann nun unter "Eine Verbindung oder ein Netzwerk einrichten" eine Wählverbindung eingerichtet werden. Für die weitere Konfiguration der neuen Internetverbindung wird zunächst das Handy als neue Verbindungsoption ausgewählt sowie die Einwahldaten eingegeben. Die Internetverbindung sollte nun stehen.
Mobilfunk-Anbieter kann Nutzung des Handys als Modem untersagen
Wenn man sein Handy direkt bei einem der fünf Netzbetreiber gekauft hat, sind die Einstelldaten im Gerät oft schon vorkonfiguriert. Anders sieht es jedoch aus, wenn man sein Handy auf dem freien Markt erworben hat oder den Anbieter wechselt. In diesem Fall müssen die Daten in der Regel selbst eingetragen werden. Die Einwahlnummer lautet *99#. Wer den GPRS-Zugangspunkt direkt im Handy einträgt, muss die Einwahl entsprechend verlängern. So gilt die Nummer *99*1# bzw. *99***1#, um den jeweils ersten im Telefon eingetragenen APN zu nutzen.
Bei der Verwendung eines GPRS/UMTS-Handys als Modem ist zu beachten, dass die Nutzung des Mobiltelefons als mobiles Modem für einen Computer vom Mobilfunknetzbetreiber als Bedingung des Mobilfunkvertrages untersagt werden kann. Wird das Handy für den Internetzugang verwendet, fällt entsprechend der Datenpreis des Mobilfunktarifs an. Ohne ein hinzugebuchtes Datenpaket kann der Preis pro MB unter Umständen sehr hoch sein.










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