Internet mit FTTX: Wie die Glasfaser-Technik funktioniert

Bild: Deutsche TelekomInternet per Glasfaser verspricht weit höhere Übertragungsraten als es mit herkömmlichen Kupferkabel möglich ist. Doch wie genau die Datenübertragung per Lichtsignal funktioniert, wissen die wenigsten. Auch welche Ausbauarbeiten erst einmal vorgenommen werden müssen, um ein solches Netz herzustellen, lässt sich fragen. Und schließlich: Welche Vorteile beinhaltet die Technologie tatsächlich für den Kunden? Diesen Fragen widmet sich ein Artikel auf teltarif.de.
Im Grunde ist die Glasfaser-Technologie bereits durchaus bekannt nämlich als VDSL-Internet-Anschluss. Mehrere einzelne Fasern, jede ungefähr 9 Mikrometer dick und von einer lichtundurchlässigen Schicht geschützt, halten eine Leitung zusammen. In puncto Leitungsdämpfung kann eine Glasfaser sehr viel geringere Werte als ein Kupferkabel erzielen, da bei letzteren mit zunehmender Länge auch der Widerstand steigt. Jede einzelne Glasfaser kann enorm hohe Übertragungsraten ermöglichen. Als Oberbegriff für die Glasfaser-Technologie hat sich "FTTX" etabliert. Dabei fungiert das "X" als Platzhalter, da drei verschiedene Varianten differenziert werden: FTTC (Fiber to the Curb), FTTB (Fiber to the Building) und FTTH (Fiber to the Home). Für das als VDSL besser bekannte FTTC ist der geringste technische Aufwand vonnöten.
FTTX-Netze eignen sich für IPTV
Für einen Ausbau müssen in einer unter dem Bürgersteig befindlichen Glasfasermuffe dünnere Kabel von der Hauptleitung abgezweigt werden. Von den entstehenden Bündeln gelangt dann jeweils ein Kabel über einen y-Verteiler in das betreffende Haus. Im Falle von FTTB müssen daraufhin im Keller desselben die Kupfer-Telefonleitungen der Telekom abgeschnitten und in der ONU (Optical Network Unit) mit Glasfaser zusammengeführt werden. Im Gegensatz dazu wird bei FTTH keine ONU verwendet, da die Glasfaser bis in die jeweilige Wohnung gelegt und dort mit einem passenden Modem verbunden wird.
Der größte Vorteil von FTTX liegt mit Sicherheit in der gesteigerten Geschwindigkeit. Darüber hinaus bringt es den angenehmen Umstand mit sich, dass auf diese Weise die gleichzeitige Nutzung mehrerer breitbandhungriger Anwendungen möglich wird. FTTX-Netze eignen sich daher insbesondere für IPTV. Zudem verspricht die Technik auch eine Reduktion von technischen Problemen. Glasfaser-Leitungen "vertragen" sich mit Kupferkabeln, Stromkabeln und Hochspannungsleitungen in denselben Leerrohren – es entstehen keine elektromagnetischen Störungen. Insofern ist der Netzausbau zwar aufwendig, aber teilweise gar nicht sehr kostspielig. Ein Vorteil besteht ebenfalls darin, dass in den Neunziger Jahren verlegte, so genannte OPAL-Netze weiter für GPON-Netze verwendet werden können. Mit diesem Netz sollen zukünftig in Dresden beispielsweise 27 000 Haushalte von bis zu 50 MBit/s schnellen Anschlüssen profitieren.











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