Ab 1. März mit Kostendeckel: “Cut-off-Mechanismus” greift beim Daten-Roaming innerhalb der EU

Bild: VodafoneAuf Betreiben der EU-Kommissarin Viviane Reding wurde die Regulierung der Roaming-Preise in der EU in Angriff genommen. EU-Parlament und EU-Rat stimmten entsprechenden Verordnungen zu und erwirkten, dass der sogenannte Euro-Tarif, der zunächst nur die Sprachpreise betraf, zum 30. August 2007 umgesetzt werden musste. Nachdem die Mobilfunk-Anbieter die SMS- und Datenpreise freiwillig nicht in ausreichendem Maße herabsetzten, legte Reding im September 2008 nach. Ihr Entwurf zur Regulierung der SMS- und Datenpreise sowie zu weiteren Reduzierung der Gesprächspreise im Ausland trat nach kleinen Änderungen als Verordnung am 1. Juli 2009 in Kraft.
Seit 1. Juli 2008 werden die Preise der Gespräche vom EU-Ausland in ein anderes EU-Land gedeckelt und diese Grenze jedes Jahr gesenkt. Aktuell gilt für Roaming-Gespräche aus dem Ausland nach Deutschland, dass die Preise 51,17 Cent pro Minute bei 30/1-Taktung nicht überschritten werden dürfen (ab 1. Juli 2010 nur noch 46,41 Cent). Eingehende Gespräche im Ausland kosten sekundengenau abgerechnet 22,61 Cent pro Minute (ab 1. Juli 2010 nur noch 17,85 Cent). SMS aus dem Ausland dürfen jeweils maximal 13,09 Cent kosten, was so manchen SMS-Preis im Inland deutlich unterbietet.
Unbegrenzter Zugang für Vielnutzer bei E-Plus
Daten-Roaming in der EU wurde vergleichsweise spät angegangen. Ab 1. Juli 2009 regulierte man zunächst nur die Großhandelspreise. Seit dem 1. März dieses Jahres greift nun auch eine verbraucherorientierte Regelung: Die Kosten durch Daten-Roaming werden bei 50 Euro plus Mehrwertsteuer automatisch begrenzt und im Zweifel die Internetverbindung gesperrt. So werden ungewollt hohe Rechnungen vermieden.
Auf Wunsch können Kunden auch einen höheren Betrag einstellen oder – je nach Anbieter – die Sperre ganz aufheben, sie müssen jedoch selbst aktiv werden. Im EU-Ausland wird bei 80 Prozent des Rechnungsbetrags bereits per SMS gewarnt, dass das Limit fast erreicht ist. Eine zweite Benachrichtigung geht ein, wenn die Verbindung gesperrt wird. Die Sperre kann durch eine Antwort-SMS aufgehoben werden.
E-Plus-Kunden können wahlweise als Bruttorechnungslimit die vorgesehenen 59,50 Euro, aber auch 100 oder 150 Euro einstellen. Vielnutzern bei E-Plus steht ein unbegrenzter Zugang zur Verfügung. Die Konfiguration kann per USSD-Code erfolgen. Für Vodafone-Nutzer erstreckt sich der regulierte Bereich über die EU sowie zusätzlich Norwegen, Island und Liechtenstein.











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