LCD, TFT, OLED und AMOLED: Vor- und Nachteile der Display-Technologien

Bild: LGIm Laufe der Zeit haben sich verschiedene Display-Technologien für mobile Endgeräte entwickelt. Was verbirgt sich jedoch hinter den Abkürzungen LCD, TFT, OLED sowie AM-OLED und welche Vor- und Nachteile bieten sie?
Bei den meisten Handy-Modellen dominieren derzeit noch LCD-Displays mit TFT-Matrix zur Ansteuerung der Pixel. Diese farbigen Liquid Crystel Displays sind überwiegend nur mit Hintergrundbeleuchtung gut lesbar. Dies bringt einen hohen Stromverbrauch mit sich. Bei ausgeschalteter Beleuchtung bzw. Reflektionen auf dem Display ist die Lesbarkeit des Inhalts ungenügend. Auch eine gewisse Blickwinkelabhängigkeit ist bei LCD-Displays vorhanden. Die Darstellung von Helligkeit, Kontrast und Farbe schwankt mit dem Winkel, aus dem das Display betrachtet wird. Ein weiterer negativer Aspekt: das Hintergrundlicht wird auf der Anzeigefläche oft nicht ganz gleichmäßig verteilt.
LCDs bringen jedoch auch Vorteile mit sich. Die Haltbarkeit der LCD-Displays ist durch das Schutzglas bzw. Schutzplastik gut. Diese zusätzliche Scheibe spiegelt aber auch einen Teil des einfallenden Lichts. Ist dieses Spiegelbild etwa bei Sonnenlicht heller als das Bild des eigentlichen Displays, lässt sich der Display-Inhalt kaum noch erkennen. Dieses Problem ist jedoch nicht LCD-Spezifisch, sondern betrifft jede Technologie mit einem Schutzglas. Mittlerweile beinhaltet die Darstellung des Inhalts kräftigere Farben. Die kompakte Bauform und die schnellen Reaktionszeiten sind ebenfalls positive Merkmale der LCD-Displays.
OLED und AMOLED: Zukunftstechnologie für Smartphones
Zwar werden TFT-LCDs auch weiterhin den Markt beherrschen, die Konkurrenz lässt allerdings nicht auf sich warten. OLED-Displays werden bereits seit einiger Zeit in Handys verbaut. Der Vorteil von OLED (Organic Light Emitting Diode) ist, dass die Verteilung der Hintergrundbeleuchtung sowie die Blickwinkelabhängigkeit keine Rolle spielen. Die Pixel leuchten von selbst in alle Richtungen. Zwar ist die Lesbarkeit und der Kontrast des Inhalts besser, jedoch sind OLED-Displays auch sehr empfindlich gegenüber Wasser, Sauerstoff, Wärme und übermäßigem Stromfluss, da die verwendeten organischen Halbleiter sehr empfindlich sind. Bei älteren OLED-Displays ist zu beobachten, dass sich die Pixel im Laufe der Zeit in das Display einbrennen und die einzelnen Farben verblassen. Der Stromverbrauch fällt allerdings geringer aus.
Viele der Nachteile von OLED-Displays konnten in den letzten Jahren durch ständige Weiterentwicklung beseitigt werden. Eine Variante von OLED-Displays ist AMOLED (Active Matrix Organic Light Emitting Diode). Diese Technologie findet in vielen neuen Kamera- und Handy-Displays Verwendung und ermöglicht die aktive Transistor-Matrix. Da jeder Pixel über eine eigene Stromverbindung verfügt, ist die Stromersparnis gewährleistet. Somit leuchten nicht alle Pixel, sondern nur bestimmte, wie zum Beispiel die Anzeige der Uhrzeit.
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