A-Netz
Obwohl es bereits im Jahre 1918 die ersten Versuche mit Funktelefonen gab (Deutsche Reichsbahn im Raum Berlin), wurde das erste richtige Mobilfunknetz in Deutschland erst 1958 eingeführt. Hierbei handelte es sich um ein analoges Netz, das ausschließlich handvermittelte Gespräche weiter leitete. Zuvor gab es in Deutschland -nach dem zweiten Weltkrieg Anfang der 1950er Jahre- nur verschiedene lokale Netze, wie der Hafen- oder Rhein-Funk oder der Stadtfunk-Dienst.
Das A-Netz arbeitete in den 150 MHz-Frequenzbereichen, hatte aber den Nachteil, dass die Gespräche abgebrochen wurden, sobald der Nutzer des Mobilfunktelefons den Funkbereich einer so genannten Landfunkstelle verließ. Im benachbarten Funkbereich musste das Gespräch dann …”vom Fräulein vom Amt”… wieder aufgenommen werden. Die zur Verfügung stehenden Endgeräte hatten so gar nichts von den heutigen kleinen Mobilfunkgeräten und waren eher ein Privileg für wohlbetuchte Nutzer aus großen Unternehmen oder aus der Politik. Trotzdem war das deutsche A-Netz seinerzeit das größte flächendeckende Mobilfunknetz weltweit.
Betreiber war die Deutsche Bundespost; der Betrieb wurde 1977 endgültig eingestellt (seit 1972 hatte die Deutsche Bundespost das so genannte B-Netz in Betrieb genommen).
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