ISDNLexikon Telekommunikation und Technik |
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ISDNISDN ist die Abkürzung von Integrated Services Digital Network und ein europäischer Sonderweg, der besonders in Deutschland weit verbreitet ist. Die Einführung von ISDN wurde 1979 durch die damalige Bundesregierung beschlossen. Bei der Realisierung wurden die kurz danach definierten Standards der CCITT zugrunde gelegt. ISDN ist ein digitales Telefon- und Datennetz, das seinerzeit als Erweiterung und Alternative zur Analogen Technologie eingesetzt wurde. Im Gegensatz zum analogen Telefonnetz können mit ISDN Telefonate und Datenübertragungen für Bildtelefon, Fax, Datendienste, Dateitransfer, Vernetzung usw. digital abgewickelt werden. Sie bietet damit im Vergleich zum analogen Telefonnetz einen weitaus größeren Funktionsumfang, bessere Übertragungsqualitäten und einfachere Übergänge zu digital arbeitenden Geräten. Während mit einem analogen Telefonnetz Übertragungsraten von bis zu 56 KBit/s möglich sind, sind es mit ISDN geringfügig mehr, nämlich nur 64 KBit/s. Allerdings können bei ISDN zwei Kanäle gleichzeitig für die Datenübertragung genutzt werden, so dass man eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 128 KBit/s erreichen kann. Im Vergleich zu heutigen Technologien wie DSL, UMTS oder WiMAX ist ISDN eine überholte und überteuerte Technologie, die eigentlich nur noch von Endverbrauchern in Anspruch genommen wird, die nicht auf die vorgenannten Technologien zurückgreifen wollen oder können. UMTS bietet mit seiner Erweiterung HSDPA beispielsweise heute schon (2007) bis zu 7,2 MBit/s; bei WiMAX sind vergleichbare Geschwindigkeiten möglich. Bei DSL sind heute bereits Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s möglich (VDSL), üblicherweise werden derzeit aber 6 MBit/s bei DSL, 16 MBit/s bei ADSL2+ und 25 MBit/s bei VDSL angeboten. Zurück zu `I` |
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