Surfen an Bord der Lufthansa mit “FlyNet” von Panasonic

Bild: LufthansaDie Lufthansa will ab Mitte nächsten Jahres wieder das Surfen während der Langstreckenflüge einführen. Der Internet-Service wird zunächst auf dem Nordatlantik angeboten und soll nach und nach auf das weltweite Streckennetz der Lufthansa ausgebaut werden. Somit ist das Surfen im Internet, der Versand von SMS und MMS vom Mobiltelefon sowie die Synchronisation von Smartphones, wie iPhone, Blackberry oder PDA, während des Flugs möglich. Vergangenen Montag unterzeichnete die Lufthansa als Erstkunde einen Kooperationsvertrag mit Panasonic Avionics Corporation für die Versorgung von 96 Flugzeugen der Langstreckenflotte mit Breitband-Internet. Vermarktet wird das zukünftige Angebot der Lufthansa unter dem Namen "FlyNet".
Nur das Telefonieren mit dem eigenen Handy bleibt weiterhin, wie auch das Rauchen, untersagt. Nach einer Umfrage der Lufthansa möchten die Fluggäste nicht durch Gespräche des Sitznachbarn gestört werden und bevorzugen weiterhin Ruhe an Bord. Das Telefonieren über den Wolken wird dennoch möglich sein. In den Flugzeugen soll eine Art Telefonkabine eingerichtet werden, mit der die Passagiere ungestört telefonieren können. Die Übertragungsart basiert auf einem satellitengestützten Breitbandsystem, dem eXCon-nect-System. FlyNet soll sowohl das Surfen im Internet als auch die Datenkommunikation nach dem Mobilfunkstandard GSM/GPRS ermöglichen. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG Wolfgang Mayrhuber bezeugt: "Kunden sitzen bei Lufthansa in der Königsklasse der Kommunikation".
Für die Passagiere ist die Nutzung von FlyNet recht simpel. Voraussetzung ist ein Endgerät mit einer WLAN-Funktion bzw. dem Mobilfunkstandard GSM/GPRS. Der Fluggast kann sich mit seinem Laptop, Handy oder Smartphone in die bestehende Internetverbindung einloggen, ähnlich wie bei einem öffentlichen Hotspot, und bequem von seinem Platz aus im Internet surfen. Zudem wird es möglich sein, eine Verbindung mit einem GSM/GPRS-fähigen Gerät aufzubauen, um eine SMS bzw. MMS zu versenden oder weitere Daten zu übertragen. Die Datenübertragungsrate soll 5 bis 50 MBit/s im Downstream und 1 MBit/s im Upstream betragen. Der FlyNet-Service soll in der gesamten Kabine des Flugzeugs gleichermaßen verfügbar sein.
Die genauen Kosten für die Nutzung des Internetsystems sind noch nicht bekannt. Abgerechnet wird, je nach Gerät, über den Mobilfunkanbieter oder die Kreditkarte. Die Lufthansa entwickelt verschiedene Preismodelle für ihre Fluggäste, die sich in einem zeitlichen Rahmen von einer Stunde und einem Monat bewegen. Die Miles & More Prämienmeilen können ebenfalls für den Service FlyNet eingelöst werden. Erst Ende 2006 ist ein ähnliches System für die Boeing aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt worden. Die Lufthansa musste die Internet-Verfügbarkeit in ihren 69 entsprechend ausgerüsteten Maschinen einstellen. Zu der Zeit konnten etwa 30 000 Nutzer pro Monat verzeichnet werden.











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