Übersicht Mobilfunk Netzbetreiber – Telekom, Vodafone, E-Plus / Base und o2
Spricht man in Deutschland von Mobilfunk-Netzbetreiber, so sind damit die Netzbetreiber der Mobilfunk-Netze D1, D2, E1, E2 gemeint. Das sind:
D1 = T-Mobile (GSM 900) 0160, 0170, 0171, 0175, 0151
D2 = Vodafone (GSM 900) 0162, 0172, 0173, 0174, 0152
E1 = E-Plus (GSM 1800) 0163, 0177, 0178, 0155, 0157
E2 = o2 (GSM 1800) 0176, 0179, 0159
Telekom (ehemals T-Mobile):
Zu Beginn des Juli 1992 wurde das D-Netz als Nachfolger des analogen C-Netzes nach einer einjährigen Testphase offiziell freigegeben. Im Gegensatz zum alten, von der deutschen DeTeMobil (früher Deutsche Bundespost) betriebenen Netz, waren nun auch länderübergreifende Verbindungen möglich. Das D-Netz arbeitet im europäischen Frequenzbereich von 900 MHz und galt bereits zu Beginn als nahezu abhörsicher. Der Ausbau des Netzes beschränkte sich zunächst auf die Großstädte Stuttgart, Frankfurt und Köln.
Mehr Infos:
Die Bezeichnung D resultiert aus der Fortsetzung der Namensgebung der bisherigen Funknetze (A-Netz ab 1958, B-Netz ab 1972, C-Netz ab 1986). Der erste Betreiber des D-Netzes war die Telekom (DeTeMobil), von der sich 1992 die Mobilfunksparte T-Mobile abspaltete. Bereits zwei Jahre später verzeichnete das Unternehmen knapp zwei Millionen Kunden im analogen C-Netz und digitalen D1-Netz und die Mobilfunkgebühren hatten sich auf ein bezahlbares Niveau gesenkt. Im März 1994 wurde die erste SMS über das D1-Netz versandt und drei Jahre später ging T-Mobile mit der ersten Prepaid-Karte (Xtra) an den Start.
Im Juni 2000 führte T-Mobile als erstes Mobilfunkunternehmen den technischen Netzstart des Datenübertragungsstandards GPRS durch. Das alte C-Netz wurde im selben Jahr endgültig abgeschaltet. Anfang 2001 startet der Regelbetrieb des GPRS-Standards. Zwölf Monate später wird die DeTeMobil Deutsche Telekom MobilNet GmbH offiziell in die T-Mobile Deutschland GmbH umbenannt.
Mit über 150 Millionen Kunden zählt die Telekom heute zu den sechstgrößten Mobilfunkbetreibern der Welt.
Vodafone:
Neben dem D1-Netz nahm auch das digitale Netz D2 ab 1992 den Betrieb auf. Das von Vodafone (ehemals Mannesmann AG Mobilfunk) betriebene Netz war das erste private Telefonnetz, das mit dem Netz der ehemaligen Bundespost konkurrierte. Bereits auf der CeBIT 1991 kündigte Mannesmann das Netz D2 privat an, wobei das Netz zum Start zunächst in Städten wie Hamburg, Bremen, Hannover, Frankfurt am Main und Stuttgart zur Verfügung stand.
Die Kosten für die Mobiltelefone lagen zu Beginn bei knapp unter 3000 DM. Erhältlich waren sie zunächst über Fernsehhändler und Kaufhäuser. Wie auch das D1-Netz, profitierte auch das Netz D2 Ende 1992 von einer bundesweiten Netzabdeckung von knapp 80 Prozent sowie von zusehends sinkenden Gebühren. Der private Netzbetrieb entwickelte sich so rasant, dass sich der Mannesmann-Vorstand 1999 dazu entschloss, sein Hauptaugenmerk auf diesen Geschäftsbereich zu konzentrieren.
Nach einer dreieinhalb Monate lang andauernden Übernahmeschlacht wurde die Mobilfunksparte von Mannesmann Anfang 2000 Teil der weltweiten Vodafone-Gruppe. Letztere war zu diesem Zeitpunkt bereits mit 34 Prozent an Mannesmann Mobilfunk beteiligt. Mit der Übernahme wurde die Sparte unter dem Namen Vodafone D2 GmbH bekannt.
E-Plus / Base:
Parallel zum D-Netz wird in Deutschland das digitale E-Netz betrieben, welches auf der Funkfrequenz GSM 1800 arbeitet. Bundespostminister Wolfgang Bötsch (CSU) erteilte 1993 die Lizenz für ein weiteres Mobilfunknetz, welches 1994 unter der Bezeichnung E1 gestartet wurde. Hauptgesellschafter des lizenztragende Unternehmen E-Plus waren Vebacom und Thyssen Telecom, bei denen es sich wie bei D2-Mannesmann um private Betreiber handelte.
Seit dem Jahr 2000 ist die niederländische KPN Mobile N.V. der Hauptanteilseigner von E-Plus, dessen Unternehmen mit einem Marktanteil von 17 Prozent der drittgrößte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland ist. Heute vertreibt E-Plus seine Mobilfunk-Tarife über die Marke BASE.
o2:
Am 1. Oktober 1998 ging mit dem E2-Netz das vierte und letzte Mobilfunknetz in Deutschland in Betrieb. Netzbetreiber war die Firma Viag Interkom, die heute als o2 bekannt ist. Die eigentliche Lizenz für den Betrieb erhielt das Unternehmen im Februar 1997. Ein Jahr nach Betriebsbeginn wurde mit der Marke Genion ein Tarifmodell eingeführt, mit dem die Nutzer zu Festnetzpreisen telefonieren konnten und unter einer eigenen Festnetznummer erreichbar waren.
Am 17. August 2000 fusionierte Viag Interkom mit der VEBA zur E.ON. Nach dem Rückzug von E.ON aus dem Mobilfunkgeschäft, übernahm die British Telecom die Firma noch im selben Jahr vollständig. 2001 spaltete der Mutterkonzern das Unternehmen in die Sparten BT Ignite (Festnetz) sowie mmO2 (Mobilfunk). Ein Jahr später entstand die Marke o2, unter der das Netz noch heute betrieben wird.
Aktuelle News







