Mobilfunk Netzbetreiber
Spricht man in Deutschland von Mobilfunk-Netzbetreiber, so sind damit die Netzbetreiber
der Mobilfunk-Netze D1, D2, E1, E2 gemeint. Das sind:
D1 = T-Mobile (GSM 900) 0160, 0170, 0171, 0175, 0151
D2 = Vodafone (GSM 900) 0162, 0172, 0173, 0174, 0152
E1 = E - Plus (GSM 1800) 0163, 0177, 0178, 0155, 0157
E2 = O2-Germany (GSM 1800) 0176, 0179, 0159
D1:
Am 01. Juli 1992 führt die Deutsche Telekom ihr GSM-Netz (D1) am Markt
ein. Dabei werden zunächst nur die Städte Stuttgart, Frankfurt und
Köln versorgt. Mit der Einführung bekam das seit 1985 erfolgreiche
analoge C-Netz Konkurrenz aus dem eigenen Haus.
Am 01. Juli 1993 übernimmt die Deutsche Telekom Mobilfunk GmbH (DeTeMobil)
das Mobilfunkgeschäft der Telekom. T-Mobile wurde 1992 gegründet und
ist eine 100-prozentige Tochter der Telekom.
Im Zuge der globalen Markenstrategie von T-Mobile stellt die deutsche Tochter
als erste Ländergesellschaft im Februar 2002 ihren Unternehmensnamen um:
Die DeTeMobil Deutsche Telekom MobilNet GmbH heißt nun offiziell T-Mobile
Deutschland GmbH.
D2:
Das D2-Netz (D2 privat) ist das Mobilfunksystem der Firma Vodafone (ehemals
Mannesmann AG Mobilfunk) und war das erste Telefonnetz eines privaten Anbieters,
der als Konkurrent zur Bundespost Telekom auftrat. Mannesmann nahm das das digitale
Netz D2 privat ab 1992 in Betrieb. Die Mobiltelefone wurden zunächst über
Fernsehhändler und Kaufhäuser zu einem Preis von knapp unter DM 3.000
angeboten. Mit etwa 200 Antennenstationen war D2 zunächst in einigen bundesdeutschen
Großstädten wie Hamburg, Bremen, Hannover, Frankfurt am Main, Stuttgart
unter anderem präsent. Ende 1992 erreichte das D2-Netz 80 Prozent Deutschlands.
Ende 1999 begann das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone plc mit Bestrebungen
zu einer "feindlichen Übernahme" von Mannesmann. Nach einer monatelangen
Übernahmeschlacht stimmte der Aufsichtsrat am 4. Februar 2000 dem Aufkauf
zu. Nach der Übernahme wurden die traditionellen Mannesmann-Sparten durch
Vodafone verkauft; lediglich die Telefonsparte um Arcor und D2 blieb bei Vodafone.
E1:
1993 vergab der damalige Bundespostminister Wolfgang Bötsch die Lizenz
für den Aufbau eines dritten digitalen Mobilfunknetzes, das sogenannte
E1-Netz. Lizenzinhaber wurde das Konsortium um E-Plus, deren Hauptgesellschafter
die Veba und Thyssen waren. Das E-Plus-Funktelefon-Netz ging 1994 an den Start
und damit gab es neben Mannesmann (D2) einen zweiten privaten Betreiber eines
öffentlichen Telefonnetzes in Deutschland. Mittlerweise ist die niederländische
KPN Mobile N.V. der Hauptanteilseigner von E-Plus.
E2:
1997 kündigte das Unternehmen Viag Interkom an, insgesamt 8,5 Milliarden
DM innerhalb der nächsten zehn Jahre in ein neues Telekommunikationsnetz
investieren zu wollen und startete 1998 als zweiter E-Netz-Betreiber und dritter
Privat-Netz-Betreiber im Mobilfunkmarkt. Die VIAG Interkom fusionierte im Sommer
2000 mit der VEBA zur E.ON, der nach eigenen Angaben Europas größter
privater Energiedienstleister ist. Im März 2002 wurde aus VIAG Interkom
die O2 Germany.
O2 Germany ist die deutsche Tochter des britischen Unternehmens O2, die im
Jahre 2001 aus der British Telecom hervor ging. O2 Germany
T-Mobile und Vodafone haben aber inzwischen auch Funklizenzen im E-Netz erworben
um Engpässe der D-Netze besser ausgleichen zu können. E-Plus verwendet
den Frequenzbereich von 1.710 MHz bis 1.880 MHz. Da der Frequenzbereich größer
ist, gibt es mehr Trägerfrequenzen als im D-Netz. Die Kanalzahl ist deshalb
auch größer (D1 und D2: 1.984; E-Plus: 2.976). Da Signale mit höheren
Frequenzen stärker gedämpft werden, ist die Reichweite kleiner als
10 km.
| Provider |
D1 |
D2 |
E1 |
E2 |
UMTS |
HOZO |
|
| E-Plus |
nein |
nein |
ja |
nein |
ja |
nein |
 |
| O2 Germany |
nein |
nein |
nein |
ja |
ja |
ja |
 |
| T-Mobile |
ja |
nein |
nein |
nein |
ja |
nein |
 |
| Vodafone |
nein |
ja |
nein |
nein |
ja |
ja |
 |
| Legende: |
|
|
| D1 |
= |
Netz von T-Mobile |
D2 |
= |
Netz von Vodafone |
E1 |
= |
Netz von E-Plus |
| E2 |
= |
Netz von O2 |
UMTS |
= |
UMTS |
HOZO |
= |
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