Handy-Codes
Um das Handy vor unerlaubten Zugriffen zu schützen, gibt es vielerlei Codes,
die wir nachfolgend versuchen, zu erklären. Neben Sicherheits-Codes gibt
es aber auch Gerätecodes, mit deren Eingabe Sie die Menüsteuerung umgehen
und direkt auf bestimmte Dienste oder Anwendungen zugreifen können.
1.) PIN-Code
Den PIN-Code müssen Sie eingeben, wenn Sie Ihr Handy angeschaltet haben.
Es ist quasi der Schlüssel zu Ihrer Haustür im Handy. Der erste PIN-Code
wird vom Hersteller vorgegeben und kann jederzeit von Ihnen geändert werden.
2.) PUK-Code (Super PIN)
Nach dreimaliger Eingabe einer falschen PIN wird Ihre SIM-Karte gesperrt und
mit dem PUK-Code schalten Sie die Karte wieder frei. Falls Sie den PUK-Code
zehn mal falsch eingegeben haben wird die SIM-Karte komplett gesperrt. Sie muß
dann vom Provider entsperrt werden.
3.) PIN2
Die PIN2 dient zum Ändern von speziellen Diensten, z.B.für das Einrichten
eines festen Rufnummernverzeichnisses. Durch dreimalige Falscheingabe werden
diese Dienste gesperrt und können nur durch den PUK2 wieder entsperrt werden.
Bei T-D1 und E-Plus wird die PIN2 mit der Simkarte ausgeliefert und kann beliebig
geändert werden. Bei Vodafone ist die PIN2 voreingestellt auf 0000 und
kann beliebig geändert werden.
4.) PUK2
Die PUK2 ist Ihr persönlicher Entsperrcode für den Fall, dass Sie
sich den PIN2 gesperrt haben. Die PUK2 ist nicht veränderbar und wird mit
der Simkarte ausgeliefert. Bei T-D1 und E-Plus sind PUK(1) und PUK2 unterschiedlich,
bei Vodafone sind PUK(1) und PUK2 identisch.
5.) Geräte-Code
Der Geräte-Code ist nicht zu verwechseln mit den Kürzeln, die es erlauben,
bestimmte Dienste direkt aufzurufen. Der Geräte-Code ist ein Sicherheits-Code
und schützt das Handy beispielsweise vor fremden SIM-Karten, aber auch
gegen versehentliches Zurücksetzen Ihrer Einstellung auf die Werkseinstellungen.
Der Geräte-Code (oder auch Security-Code bzw. Lock-Code) wird beim Handy-Kauf
mitgeliefert, kann beliebig verändert werden und Sie können einen
neuen Code beim Hersteller anfordern. Hierzu ist dann ein Eigentumsnachweis
des Handys vorzulegen.
6.) Gerätecodes
Die Gerätecodes sind Eingabe-Kürzel die es erlauben, durch Umgehung
der Menüsteuerung direkt bestimmte Funktionen oder Dienste anzuwählen.
Auf der Website des Onlinemagazins für Telekommunikation (http://www.teltarif.de/i/gsmcodes2.html)
finden Sie eine umfangreiche Sammlung dieser Codes und die Erklärung Ihrer
Einsetzbarkeit.
7.) Mailbox Kennwort
Das Kennwort für die eigene Mailbox erlaubt es Ihnen, Ihre Mailbox auch
von einem anderen Handy abfragen zu können. Dieses Kennwort können
Sie von Ihrem Mobilfunk-Netzbetreiber abfragen.
8.) Netzcode
Mit dem Netzcode (auch Netz-Kennwort oder Netz-Passwort genannt) dient dazu,
bestimmte Netze oder Regionen (beispielsweise Ausland) für das Anwählen
zu sperren. Dieser Netzcode kann beim Netzbetreiber erfragt, bzw. muß
ggf. gesondert beantragt werden. Dieser Code ist nicht für alle Handys bzw. Tarife kostenlos, kann zumeist aber gegen einen geringen Aufpreis dazu
gebucht werden.
9.) SIM-LOCK-Code
Prepaid-Handys werden i.d.R. mit einem SIM-LOCK versehen und ausgeliefert. Dadurch
wird sichergestellt, dass man nur mit der mitgelieferten SIM-Karte auf dem neuen
Handy telefonieren kann. Möchten Sie das Handy auch mit anderen Karten
nutzen, besteht die Möglichkeit, den sogenannten "SIM-LOCK-Code"
beim Netzbetreiber zu erfragen. Der Netzbetreiber verlangt für den SIM-LOCK-Code
in der Regel eine Pauschale von 100,00 Euro. Nach Ablauf von zwei Jahren erhalten
Sie diesen Code, auf Anfrage, kostenlos.
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