28.03.2006

 Geht es nach dem CSU-Generalsekretär Markus Söder, so sollten bestimmte Handys für Jugendliche erst ab dem 17. Lebensjahr freigegeben werden. Das zu mindestens veröffentlichte Focus-Online in seiner heutigen Ausgabe.
In der Diskussion um Gewaltvideos fordert Söder ein Verkaufsverbot für bestimmte Handys, heißt es in dem Focus-Artikel. Schüler unter 16 Jahren sollten keine Handys mit Video-Funktion mehr kaufen dürfen. Der Politiker setzt bei seinem Vorstoß auch auf die Mithilfe der Eltern. Ähnlich wie beim Alkohol- und Zigarettenkauf sollten Eltern auch den Handy-Kauf überwachen.
Die SPD-Politikerin Ute Erdsiek-Rave hält dagegen ein derartiges Handy-Verbot nicht für durchsetzbar, schreibt Focus weiter in seiner Veröffentlichung. Die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendschutz sprach sich daher gegen eine gesetzliche Regelung aus. Aber auch Erdsiek-Rave möchte die Eltern mehr mit in ihre Verantwortung nehmen und setzt mehr auf Aufklärung durch die Eltern.
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Auslöser der ganzen Diskussion waren 15 Handys mit Gewalt- und Pornovideos, die während einer Beschlagnahme von insgesamt 200 Handys an einer bayerischen Schule gefunden wurden. Besonders der Tausch von derartigen Videos stellt für Söder eine Gefahr dar. Nach Ansicht von Söder sollten deshalb nicht nur Handys sondern auch Videos aus Kinofilmen entsprechend gekennzeichnet werden, das würde dann auch den Eltern bei der Auswahl eines Handys für die Kinder helfen.
An andere Video-Geräte denkt Söder nicht, zitiert Focus den CSU-Politiker weiter. Zwar hätte man auch mit iPods und Spielekonsolen die Möglichkeit, entsprechende Videos zu downloaden, doch derartige Geräte seien im Gebrauch der Jugendlichen nicht so weit verbreitet.
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Rubrik: Handy Tarife
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