
In einem Schülerversuch im Rahmen des Wissenschaftswettbewerbs "Jugend forscht" zeigten zwei Schüler vom Kurfürst-Balduin-Gymnasium im Münstermeifeld, das angeschaltete Handys offenbar doch Einfluss auf das Wachstum von Pflanzen nehmen können. In dem Versuch säten die Schüler Julia Scharbach und Matthias Eifer in zwei Behältnissen Dill aus und legten neben einer der beiden Töpfe ein angeschaltetes
Handy. Nach 15 Tagen zeigte sich ganz deutlich ein Unterschied. Während in der einen Schale die Keimlinge fröhlich sprießen, zeigten sich in der anderen Schale nur einige wenige grüne Stängel. In einem weiteren Versuch pflanzten die beiden Schüler dann noch Kresse in einer langen Box an und beobachteten, ab welchem Abstand des Handys das Wachstum der Pflanzen nicht mehr beeinflusst wird.
Insgesamt war die Versuchsreihe sehr eindrucksvoll. Ob das gehemmte Wachstum nun aus der möglichen Wärme des Handys ausgelöst wurde oder tatsächlich durch die elektromagnetischen Strahlungen, ließen die Jugendlichen offen. Auf jeden Fall haben die Jugendlichen aus ihrer Versuchsreihe ihre Lehren gezogen, wobei Julia meinte: "Ich habe das Handy im Laufe des Versuchs seltener benutzt" und Matthias rät allgemein, das Handy auszuschalten, wenn man es in die Hemdtasche steckt oder neben das Bett legt".
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Ob und wieweit Handy-Strahlungen auch für den Menschen gesundheitsschädlich sind, wird immer wieder heftig diskutiert, doch konkret nachgewiesen ist weder die eine noch die andere Meinung. Bis dahin gibt es eigentlich nur Empfehlungen und Ratschläge, wie man mit den Mobilfunk-Geräten umzugehen hat. Sowohl die Mobilfunk-Netzbetreiber als auch die öffentlichen Institutionen sind aber daran interessiert, der Bevölkerung eine Unbedenklichkeit der Strahlungen zu suggerieren. So läuft derzeit in
Thüringen eine landesweite Initiative durch das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (
IZMF) . Hierbei werden Sendeanlagen in elf Kommunen innerhalb Thüringens auf Strahlenbelastung untersucht. Die Ergebnisse werden am 17.05.06 im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Außerdem folgen Informationsveranstaltungen am 29.05.06 und 31.05.06 sowie eine Ausstellung in Jena.
Eine interessante Broschüre zum Thema Strahlenbelastung hat auch das
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlicht (
PDF).
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Rubrik: Handy Tarife