WHO-Studie - Handy ohne Einfluss auf Hirntumore

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02.04.2006

Handy Tarife

WHO-Studie - Handy ohne Einfluss auf Hirntumore

WHO-Studie - Handy ohne Einfluss auf HirntumoreImmer wieder findet man Veröffentlichungen, in denen es heißt: Handy-Strahlungen haben keine Einfluss auf mögliche Gehirntumore. Derzeit findet sich ein entsprechender Artikel in dem Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Dieses Magazin bezieht sich auf eine Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation "WHO", nach der seit dem Jahre 2000 insgesamt erkrankten 844 Patienten mit 1535 gesunden Patienten verglichen worden sind. In dieser Untersuchung ging es hauptsächlich um das Telefonier-Verhalten mit mobilen Telefonen.

In dem Artikel heißt es, dass es egal ist, ob die Untersuchten nur gelegentlich oder täglich mehr als 30 Minuten per Funk telefonieren. Es heißt: "Einen Einfluss auf die Entstehung der Hirntumore konnte die Studie nicht nachweisen".

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Auch das "Informationszentrum Mobilfunk" berichtete im Januar über eine Teilstudie von britischen Wissenschaftlern, die nach einem Zusammenhang zwischen Handy-Nutzung und ein erhöhtes Krebsrisiko geforscht haben. Auch in dieser Studie haben die Wissenschaftler keinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Auftreten der häufigsten Hirntumorart, den Gliomen, gefunden.

Die vom Informationszentrum Mobilfunk genannte Studie geht aber noch viel weiter und soll als so genanntes Langzeitprojekt nicht nur zeitlich sondern auch weltumspannend fortgeführt werden. Die Wissenschaftler wollen mehr als 7.000 Patienten mit einem Gliom, Meningeom oder Akustikusneurinom in 13 verschiedenen Ländern befragen und beobachten. Neben Deutschland sind die skandinavischen Länder, Großbritannien, Frankreich, Italien, Israel, Australien, Neuseeland, Japan und Kanada beteiligt.

In der von den Briten durchgeführten Studie befragten die Wissenschaftler im Zeitraum von Dezember 2000 bis Februar 2004 insgesamt 966 Patienten, bei denen ein Gehirntumor aus der Gruppe der Gliome diagnostiziert worden war. Das von den Patienten angegebene Telefonverhalten wurde mit dem Telefonverhalten von insgesamt 1716 gesunden Kontrollpersonen verglichen, wobei dann kein kausaler Zusammenhang erkennbar war. Demnach soll auch ein verstärkter, langjähriger Einsatz der Handys zu keinem Anstieg eines möglichen Risikos führen.

Insgesamt urteilen die Wissenschaftler, dass sowohl die erkrankten Patienten als auch die gesunden Probanden das Risiko einer Handy-Nutzung falsch einschätzen. Patienten mit Hirntumoren, die den Tumorort kennen und nach ihrer Handynutzung befragt werden, können die Ursache für die Erkrankung auf den Handygebrauch zurückführen. Dies führt zu einer systematischen Überschätzung des Risikos sowohl für die kranken Patienten als auch den gesunden Kontroll-Probanden.

Zu denken gibt trotzdem eine andere Meldung:

Am 29.03.2006 berichteten wir über einen Schülerversuch im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend forscht". Hier zeigten zwei Schüler des Kurfürst-Baldium-Gymnasiums im Münstermeinfeld, dass angeschaltete Handys offenbar doch Einfluss auf das Wachstum von Pflanzen nehmen können. In dem Versuch säten die Schüler Julia Scharbach und Matthias Eifer in zwei Behältnissen Dill aus und legten neben einer der beiden Töpfe ein angeschaltetes Handy. Nach 15 Tagen zeigte sich ganz deutlich ein Unterschied. Während in der einen Schale die Keimlinge fröhlich sprießen, zeigten sich in der anderen Schale nur einige wenige grüne Stängel.

Ob das gehemmte Wachstum nun aus der möglichen Wärme des Handys ausgelöst wurde oder tatsächlich durch die elektromagnetischen Strahlungen, ließen die Jugendlichen offen. Auf jeden Fall haben die Jugendlichen aus ihrer Versuchsreihe ihre Lehren gezogen, wobei Julia meinte: "Ich habe das Handy im Laufe des Versuchs seltener benutzt" und Matthias rät allgemein, das Handy auszuschalten, wenn man es in die Hemdtasche steckt oder neben das Bett legt".


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