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11.04.2006

Alternative Zugänge

WiMAX - Einführung Funk-DSL - Eile geboten

WiMAX - Einführung Funk-DSL - Eile gebotenUm sich auf dem europäischen Markt als Backbone für kabellose Netze zu behaupten, empfiehlt Luke Thomas, Analyst aus dem Hause Frost & Sullivan, eine schnelle Markteinführung von WiMAX-Netzen.

In seiner Analyse "European WiMAX Services Markets WiWait for WiMax in Europe?" stellt Thomas fest, dass die kabellose Daten-Anbindung für Mobilfunk-Stationen in Gebieten, in denen sich ein DSL-Kabelnetz nicht rechnet, eine kostengünstige Alternative sei. Da bei der Freiraum-Übertragung durch Umwelteinflüsse oder Gebäude optische Übertragungsstrecken unterbrochen werden können, ist für künftige WiMAX-Anbieter besonders der Standard IEE 802.16d interessant. Über diesen Standard wird versucht, übertragungstechnische Beeinträchtigungen durch nicht vorhandene Sichtverbindungen zu umgehen. Der Mobilfunk-Standard 802.16e wird in der Branche sehr positiv bewertet, da die verwendete Übertragungsart mobile Anwendungen nicht nur besser unterstützt, sondern zusätzlich den Zugriff auf Untergruppen von Frequenzträgern erlaubt.

Obwohl die großen Branchenakteure am europäischen WiMAX-Markt den Bedarf für gemeinsame Standards erkannt haben, zögern nach Meinung Frost & Sullivan viele Dienstleister noch mit der Einführung entsprechender WiMAX-Dienste. Ein Grund liege darin, dass Geräte mit Support für 802.16d und Geräte für 802.16e nicht kompatibel sind. Aber auch die lizenzierten Frequenzbereiche stellten immer noch ein Problem dar: "Neben der verzögerten Produkteinführungszeit beeinträchtigen Probleme mit der Frequenzzuweisung den Erfolg für den WiMAX-Markt. Davon profitieren in Europa vor allem die Konkurrenten WLAN und UMTS", meint Thomas.

Wenn der europäische WiMAX-Markt eine Chance haben soll, sei Eile angebracht, so Thomas.

Aus einer Pressemitteilung der Bundesnetzagentur vom 08.03.06 ging hervor, dass insgesamt 900 Anträge für die drahtlose Übertragungsmöglichkeit von Breitband-Internet-Zugängen in den Frequenzbereichen 3.400 bis 3.600 MHz gestellt wurden. Nach der ersten Sichtung der Anträge hatte die Bundesnetzagentur festgestellt, dass mehr Frequenzen beantragt wurden, als überhaupt zuteilbar sind. Die Agentur will deshalb bis zum Frühjahr entsprechende Vergabevorgaben zur Kommentierung veröffentlichen und hofft, spätestens im Herbst ein entsprechendes Vergabeverfahren gefunden zu haben.



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