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15.04.2006

Sonstige Meldungen

Bundesnetzagentur senkt die Interconnection-Entgelte

BNetzA senkt nun doch die Internconnection-EntgelteWas sich bereits vor einigen Tagen angedeutet hat, wurde jetzt bestätigt: Die Bundesnetzagentur hat die so genannten Interconnections-Entgelte um durchschnittlich 10 Prozent gesenkt. Die neuen Entgelte sind zunächst bis zum 30. November 2008 festgesetzt. Damit hat die Bundesnetzagentur entgegen dem Antrag der Deutschen Telekom die Kosten auf lokaler Ebene doch gesenkt. Die Telekom hatte beantragt, in der Tarifstufe I die Preise von 0,59 Cent auf 0,79 Cent / Minute (netto), bzw. von 0,4 Cent auf 0,54 Cent/Minute zu erhöhen. Tatsächlich darf die Telekom zukünftig nicht mehr als 0,52 bzw. 0,36 Cent/Minute berechnen.

Unter "Interconnection-Gebühren" versteht man die Kosten, die für die Zusammenschaltung zweier Telefonnetze anfallen. So müssen beispielsweise andere Telefonanbieter der Deutschen Telekom die o.a. Entgelte pro Minute an so genannten Interconnection Gebühren für Gespräche im Ortsnetz zahlen. Interconnection-Gebühren fallen für Anrufe in das Telekom-Netz sowie für Call-by-Call- und Preselection-Angebote an. Bei einer Verteuerung würde die Wettbewerber der Telekom also stärker belastet werden. Das Entgelt der Stufe I betrifft alle Verbindungen, die an einem der 474 lokalen Einzugspunkte übergeben werden. Ein solch ausgebautes Netz haben vor allem die Anbieter, die bundesweit lokale Ortsgespräche anbieten.

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Die neu festgesetzten Entgelte für die Tarifzone II wurden von 0,96 Cent auf 0,88 Cent/Minute bzw. 0,64 Cent auf 0,59 Cent/Minute gesenkt. Tarifstufe II kommt dann zum Tragen, wenn ein Gespräch in einem der 23 Grundeinzugsgebiete übergeben wird. In der Tarifzone III (wenige Zusammenschaltungspunkte mit dem Netz der Telekom) betragen die Entgelte nun 1,36 Cent bzw. 0,89 Cent/Minute. Bis dato waren hierfür 1,52 Cent bzw. 0,99 Cent/Minute fällig.

Durch den Beschluss der Bundesnetzagentur, wird sich das Ergebnis des Unternehmens innerhalb von drei Jahren um insgesamt 200 Millionen Euro verringern, sagte der Leiter Regulierung bei der Festnetzsparte T-Com, Frank Schmidt. Er bezog sich dabei auf den operativen Gewinn (EBITDA) und den Überschuss. Der Konzern prüft rechtliche Schritte gegen die Entscheidung der Netzagentur. "Wir halten die Entscheidung für skandalös", da die Kosten der Telekom nicht berücksichtigt würden, meinte Schmidt weiter.



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