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24.05.2006Experten diskutieren über Handy-TV und Triple Play
Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte IBM - Leader Media & Entertainment, Veit Siegenheim dennoch eine ernüchternde Umfrage: IBM hatte in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn eine repräsentative Umfrage unter dem Motto: "Wie viel Fernsehen passt aufs Handy" gestartet und dabei rund 1.000 Telefoninterviews mit Menschen im Alter von 14 bis 69 Jahren geführt. Hiernach ist das Thema "Handy-TV" offensichtlich nur für Personen interessant, die nicht älter als 20 Jahre sind. 40 Prozent der Jugendlichen möchten Handy-TV haben und wollen beim nächsten Handykauf auf dessen Fernsehtauglichkeit achten. Der Rest der Befragten lehnt überwiegend Handy-TV ab, weil es "ausreichend andere Alternativen zum Fernsehen gibt". Schauen Sie doch auch mal nach einem UMTS-Tarif !
Aufgeschlüsselt nach Einkommen ist der Erhebung zufolge, Handy-TV nur in den unteren Einkommensgruppen attraktiv: 60 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von weniger als 500 Euro könnten sich spontan für Handy-TV entscheiden. Der überwiegende Teil der Personen, die mehr als 500 Euro verdienen, konnten den persönlichen Mehrwert von Handy-TV nicht erkennen. MTV-Vizepräsident Dieter Gorny meinte, für ihn führen die besagten Jugendlichen die Handy-TV Revolution an, weil nach einer von MTV in Auftrag gegebenen Studie die Zahlungsbereitschaft dieser Personengruppe acht mal höher sei, als ihr gesamter Musikkonsum. Im Rahmen der Anbieterpräsentation auf dem Medienforum waren dann auch nachdenkliche Stimmen zu hören. Den viel beschworenen Rückkanal, den der CNN-Referent von den Live-Bildern des Londoner Bombenattentats als "Citizen-Journalismus par Excellenze" anpries, ordnete der ProSiebenSat1.Media-Vertreter als problematische Quelle ein. Hier hieß es: "Bei einer Aktion seines Senders, bei der die Zuschauer Videoclips per MMS einsenden konnten, seien gut 30 Prozent erotischen Materials, 30 Prozent lizenzrechlicht problematisch und 30 Prozent von Tenor -Kinder grüßen Mama-". Nur 10 Prozent der MMS-Beiträge seien brauchbar gewesen. Auch der Moderator Werner Schwaderlapp warnte vor einer übertriebenen Euphorie und insbesondere vor der irrigen Vorstellung, der Konsument mache sein Handy einfach zum mobilen Fernseher. Quelle: Heise-Online
Rubrik: Sonstige Meldungen
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