Vodafone – Rekordverlust – werden 6000 Stellen gestrichen?
Britische Medien, u.a. die Sunday Telegraph, berichten über einen Rekordverlust beim größten Mobilfunk-Netzbetreiber der Welt, Vodafone . Hierbei berufen sich die Medien auf Unternehmensquellen, ohne allerdings die genaue Quelle zu nennen. Bei dem Rekordverlust soll es um fast 30 Milliarden Euro gehen, die das Unternehmen in den nächsten Tagen ausweisen will.
Ein schmerzliches Erbe bei den Rekordverlusten resultiert immer noch aus der seinerzeitigen Übernahmeschlacht des erworbenen Mannesmann-Konzerns im Jahre 2000. Hierbei geht es um Abschreibungen von bis zu 28 Milliarden £, die immer noch in den Büchern schlummern. Ende Februar schockte Vodafone-Chef Arun Sarin seine Aktionäre mit der Botschaft, dass sein Konzern für das vergangene Geschäftsjahr Wertberichtigungen von umgerechnet bis zu 41 Milliarden Euro vornehmen muss.
In diesem Zusammenhang, so heißt es, will Vodafones CEO Arun Sarin nun auch Details vorstellen, um kostenträchtige Zweige zu entschlacken. Konkret soll es dabei unter anderem um die Streichung von bis zu 6.000 Arbeitsplätzen weltweit gehen. Allein 500 Mitarbeiter sollen angeblich am Hauptsitz des Unternehmens in Newbury ihren Job verlieren. Den größten Anteil des Stellenabbaus will das Unternehmen jedoch durch die Auslagerung von Firmenbereichen an IT-Dienstleister wie IBM und Hewlett-Packard erreichen. Hierdurch sollen in den nächsten fünf Jahren bis zu 20 Prozent der Fixkosten (gut 400 Millionen Euro jährlich) in den zentralen Bereichen eingespart werden.
Ende April war auch zu lesen, dass Vodafone einen umfangreichen Stellenabbau in Deutschland plant. Einem Bericht der Website Finanzunachrichten.de zu folge sollen die in Deutschland die vorhandenen Stellen von fast 9.300 auf gut 6.800 reduziert werden.
Bereits Anfang April kündigte Vodafone einen umfassenden Konzernumbau an. Danach wird sich Vodafone künftig auf drei Geschäftsfelder konzentrieren: Europa, Schwellenländer und neue Dienste. Eine Schlüsselposition schreibt man auch dem Deutschen Thomas Geitner zu. Der Top-Manager Thomas Geitner war seinerzeit im Zuge der Mannesmann-Übernahme zu Vodafone gestoßen und soll zukünftig als Chef der Sparte "Neue Dienste und Innovationen" den Wandel des Konzerns vom Mobilfunkbetreiber zum integrierten Medienkonzern einleiten. Hierbei geht es um die Kombination Fernsehen, Festnetz, Internet (allgemein auch als "Triple Play" bekannt).
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