Handy-Gewalt- und Sexfilme eher Problem von Jungen?

Handy-Gewalt- und Sexfilme eher Problem von Jungen?Auf der Website der Schwäbischen Zeitung finden Sie einen Beitrag zum Thema Sex- und Gewaltvideos auf Handys. Das Blatt berichtet über eine Aktion an der Franz-Anton-Maulbertsch-Schule (FAMS) in Langenargen, bei der Hauptschüler von einander wissen wollten, ob sie Gewaltvideos und Sexfilme auf ihren Handys haben.

Die anonyme Frageaktion wurde von Konrektorin Margreth Vogtherr begleitet und sie zeigte sich von dem Ergebnis dann doch erstaunt: Laut Umfrage, so Vogtherr, sind Gewaltvideos und Sexfilme bei den Mädchen kein Thema. Offenbar handle es sich eher um ein Jungenproblem, wie auch Gewalt eher ein Jungenproblem sei. Ein weiteres Ergebnis: Die Schüler schauen sich sehr viel mehr Gewaltvideos an, als auf Handys gespeichert sind.

Der entsprechende Fragebogen wurde von der Klasse 9 erstellt und von insgesamt 83 Schülern anonym beantwortet. Die Auswertung der Fragebogen übernahm die 8. Klasse. Ergebnis:

  • Mehr als die Hälfte der Hauptschüler hat keine Möglichkeit, Videos über Handy zu empfangen.
  • 14 Schülerinnen und Schüler haben angekreuzt, auf ihrem Handy Gewaltvideos/Sexfilme geladen zu haben.
  • Viele Schüler schauen auch auf den Handys der Freunde Video-Filme an; "Prügelfilme" sind dabei am beliebtesten.
  • Die überwiegende Mehrheit der FAMS-Jugendlichen entscheidet sich aber für "andere" Filme.
  • Bei der Beschaffung von verbotenen Filmen sind mit rund 55 Prozent Freunde die erste Quelle gefolgt vom Internet mit rund 35 Prozent.
  • Nur wenige Befragte gaben an, auch selbst Filme zu versenden.
  • 81 Prozent der Eltern wissen nicht, dass auf den Handys ihrer Kinder Gewaltfilme gespeichert sind

Vogtherr sagte, sie habe die Schüler gefragt, wie man überhaupt ein Video auf ein Handy lade. Die Schüler hätten ihr sofort erklärt, wie das funktioniere. Was die Konrektorin vermuten lässt: "Auch wenn die Befragung anonym war, halten die jungen Leute ihre Kenntnisse eher unter Verschluss."

Trotz allem schätzt die Konrektorin, dass Gewaltvideos und Sexfilme und Gewalt überhaupt an der Langenargener Schule eher kein Problem sind: "Es gibt viele Gespräche zwischen Lehrern und Schülern. Zudem ist es uns wichtig, Gewalt an der Wurzel zu unterbinden."

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