E-Plus mit neuer Geschäftsstrategiedsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
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08.06.2006E-Plus mit neuer Geschäftsstrategie "Neue Besen kehren gut", heißt es immer und dieser "Besen" heißt bei dem Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus Michael Krammer. Der neue E-Plus-Chef Krammer will weg von den teuren Risiken, die neue Produkte oft mit sich bringen und möchte sein Unternehmen zu einem schlanken und günstigen Anbieter von Sprachtelephonie führen. Das berichtet die Financial Times Deutschland (FTD) auf seiner Website. Hier heißt es: "Das Angebot konzentriert Krammer auf 'Kerndienste mit etablierter Nachfrage' - etwa einfache Telefonate sowie das Senden von Kurznachrichten. Komplexe mobile Anwendungen für Firmenkunden oder Multimediadienste spielen dann keine Rolle mehr. Die Investitionen werden deutlich gesenkt, der Internetdienst I-Mode wird eingestellt."
Michael Krammer will sowohl die Angebote als auch die Preise sehr einfach gestalten. Die Unterschiede zu den Submarken sollen auf ein Minimum schrumpfen. "Technische Abenteuer" sollen nicht mehr eingegangen werden. "Innovationen sollen andere einführen. E-Plus wird erst folgen, sobald die Nachfrage ausreichende Margen garantieren", heißt es aus dem Hause E-Plus. E-Plus will zwar weiterhin subventionierte Handys anbieten, doch mögliche Investitionen in die so genannte EDGE bzw. HSDPA-Technik wird es zunächst nicht geben. Auch im Bereich der Business-Kunden soll es eine radikale Kehrtwendung geben. Hier heißt es: "Firmenkunden werden keine Sonderwünsche mehr erfüllt. 70 Prozent der Kunden haben die gleichen Anforderungen, egal ob Privat- oder Geschäftskunden." Selbst das derzeitige Werbeetat stellt Kramer zur Disposition. "Pflicht statt Kür" heißt die Devise des neuen Chefs. Krammer will weg von der ausgegebenen Strategie seines Vorgängers Uwe Bergheim, der auf Luxus und Images statt Preis setzte. Dabei passt dem neuen E-Plus-Chef auch die bevorstehende Regulierung der so genannten Terminierungsentgelte durch die Bundesnetzagentur gut ins Konzept. Die Bundesnetzagentur hatte angekündigt, die derzeit geltenden Tarife für Telefonate in fremde Mobilfunknetze drastisch zu senken. Zuvor hatte sich E-Plus einer freiwilligen Vereinbarung aller vier Netzbetreiber verweigert. Laut FTD ist Krammer davon überzeugt, dass er die Kosten bei E-Plus schneller senken kann als die Konkurrenz. "Sinkende Einnahmen aus der Terminierung würden bei T-Mobile, Vodafone und O2-Germany stärker auf die Margen drücken, als bei E-Plus", wird Krammer zitiert. Krammer hatte bereits einmal gezeigt, dass er mit einer Radikalkur ein Konzern nach vorne bringen kann. Zuletzt war Kramer als Chef des österreichischen Mobilfunk-Netzbetreibers tele.ring sehr erfolgreich. Hier hatte er die Investitionen radikal gestutzt und das Unternehmen zum Erfolg geführt. tele.ring wurde im Mai 2006 von der Deutschen Telekom für gut 1,3 Milliarden Euro übernommen und dies machte den Wechsel von Krammer zu E-Plus erst möglich.
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