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12.06.2006Arena - Störungen bei der Bundesliga-Live-Übertragung möglich Die Medien wissen heute nichts Gutes über den neuen Lizenz-Inhaber für Live-Übertragungen der Telekom-Bundesliga zu berichten: Heise-Online zitiert Arena-Geschäftsführer Christoph Bellmer mit den Worten: "...Zum Start von Arena wird nicht alles glatt gehen...", kleinere Pannen könnten nicht ausgeschlossen werden, zumal in Deutschland noch nie so schnell ein Sender aufgebaut worden sei. Das Handelsblatt wird noch deutlicher und meint heute: "Die Fans der Bundesliga müssen bangen, ob sie die kommende Saison tatsächlich im Fernsehen live verfolgen können." Arena kann danach die Bundesliga bundesweit nur über Satellit garantieren und auch noch nicht mal das sei vertraglich komplett in "Sack und Tüten". Um auch ohne bundesweiten Kabelzugang möglichst viele Abonnenten zu gewinnen, verhandelt Arena nämlich auch mit dem Satellitenbetreiber Eutelsat, bisher jedoch ohne Ergebnis. Dieser ist zwar deutlich kleiner als SES Astra, hat jedoch immerhin Zugang zu zwei Millionen Satellitenhaushalten. Noch ist nichts unterschrieben, sagt ein Eutelsat-Sprecher. Die Zustimmung der Gesellschafter stehe aus. Derzeit gibt es immer noch keine Einigung zwischen Arena und dem größten Kabel-Netz-Betreiber "Kabel Deutschland". Sollte Arena eine Tochter des Kabelkonzerns Unity Media, zu dem auch die Anbieter Ish, Iesy und Tele Columbus gehören keinen Kompromiss mit den bisherigen Konkurrenten finden, wird ein Großteil der Zuschauer bei der Bundesliga leer ausgehen, resümiert das Handelsblatt. Ish, Iesy und Tele Columbus erreichen nur gut ein Viertel aller deutschen Haushalte. Darum braucht Arena die Kooperation mit Kabel Deutschland und Kabel BW. Die Marketing-Firma Arena war Anfangs gemeinsam mit dem Kabel-Netz-Betreiber Kabel-Deutschland als Kandidat um die Lizenz-Ausschreibung für die Live-Übertragung der Deutschen Bundesliga beim DFL (Deutsche Fußball Liga) angetreten. Noch während der Bewerbung um die Übertragungsrechte hatten sich die Partner Arena und Kabel-Deutschland aber zerstritten und Arena entschloss sich, das mögliche Geschäft mit den Bundesliga-Übertragungen alleine durchzuführen. Eigentlich ganz unerwartet hatte Arena den Zuschlag für etwa 210 Millionen Euro jährlich erhalten und nach der anfänglichen Freude gab es lange Gesichter: Kein erprobtes Fernseh-Konzept, keine komplette Netzabdeckung und Streit mit dem Nachbarn Kabel-Deutschland. Wie tief die Gräben zwischen Arena und Kabel-Deutschland sein müssen, zeigt das immer noch fehlende Ergebnis mit dem Kabel-Konkurrenten. Um auch die Fernsehkunden zu erreichen, die einen Kabelanschluss haben, verhandelt Arena seit Monaten mit Kabel Deutschland (KDG) und Kabel Baden-Württemberg, die gemeinsam 58 Prozent des deutschen Kabelmarktes abdecken. "Es geht um die Verteilung der Kosten", schreibt das Handelsblatt. Bisher haben sich die Parteien aber nicht geeinigt. Es kann durchaus sein, dass es nicht mehr bis zum Anpfiff klappt, heißt es in Kreisen eines süddeutschen Kabelkonzerns. Wir werden die Bundesliga nicht um jeden Preis zeigen, sagte ein KDG-Sprecher. Arena-Chef Bellmer gibt sich in den Medien 'unschuldig' und 'vollkommen locker': "Ich kann mir auch einen Saisonstart ohne KDG vorstellen" ...oder auch... "Ich gehe davon aus, dass wir in Kürze mit Eutelsat eine Lösung haben", heißt es beispielsweise im Handelsblatt von Bellmer. Rubrik: Sonstige Meldungen
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