
Ende April 2006 hat der US-Finanzinvestor Blackstone für rund 2,7 Milliarden Euro
4,5 Prozent Aktien-Anteile von der Deutschen Telekom übernommen. Das Unternehmen Blackstone hatte seinerzeit erklärt, sich langfristig an den rosa-Riesen beteiligen zu wollen aber das "kleine" Aktien-Paket scheint zunächst nur die "Vorhut" für einen "Großschlag" zu sein: Blackstone beabsichtigt, die Telekom komplett zu übernehmen. DAS wenigstens berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer neuesten Ausgabe, die am Montag erscheinen wird.
In einer entsprechenden Vorabmeldung heißt es, dass Stepen A. Schwarzman, Chairman, CEO und Mitbegründer der Blackstone Group derzeit dabei ist, etwa 60 Milliarden Euro bei angelsächsischen Investoren einzusammeln, um im Frühjahr 2007 den T-Aktionären ein entsprechendes Übernahme-Angebot zu unterbreiten. Die WirtschaftsWoche bezieht sich bei ihrer Meldung auf "Insider-Informationen".
Gegenüber dem manager-magazin widersprach Blackstone-Sprecher John Ford den Spekulationen aus der WirtschaftsWoche. John Ford meinte, vorerst wolle Blackstone den bereits erworbenen Telekom-Anteil von 4,5 Prozent nicht aufstocken. Wörtlich heißt es: "Die Beteiligung reicht aus, um ein Schlüsselaktionär der Gesellschaft zu sein. Alles Weitere ist derzeit hypothetisch und von keinerlei Relevanz."
Bereits während der 4,5-prozentigen Übernahme von Blackstone hatten Börsianer sich skeptisch geäußert, Blackstone würde sich mit einer Minderheitsbeteiligung zufrieden geben. Von "Mindest-Haltefristen" durch Blackstone war seinerzeit die Rede und so stand nonverbal mehr die Frage im Raum, ob und wann Blackstone die T-Aktie gewinnbringend wieder veräußern wollte. Andererseits stehen die bundeseigenen T-Aktien bereits länger zu Disposition. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will den Staatshaushalt 2007 weiter sanieren und dazu sollen die Bundesanteile an der Deutschen Telekom (mit) veräußert werden.
Derzeit hält der Bund insgesamt noch 32,5 Prozent Aktien an der Deutschen Telekom. Genau genommen teilen sich die Anteile auf 15 Prozent Bundesanteil und 17,5 Prozent Anteil bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf.
Die Bundesregierung hat nach verschiedenen Medien-Informationen noch keine Kenntnis von einer angeblich geplanten Übernahme der Telekom.
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