
Nachdem die Firma Arena sich die Übertragungsrechte für die Fußball Bundesliga gesichert hat, sollen die Angebote des neuen Pay-TV-Senders mit einer überarbeiteten Vermarktungsstrategie an den Kunden gebracht werden. "Wir werden in einer neuen Werbekampagne die Basisinformationen über das Angebot in den Mittelpunkt stellen", kündigte Arena-Geschäftsführer Christoph Bellmer an.
Zukünftig sollen die Werbekampagnen finanziell größer und aufwendiger werden. Dabei soll sich die derzeitig mehr emotional orientierte Werbung in den Hintergrund, dafür die Inhalte in den Vordergrund gestellt werden. Außerdem wird es in den letzten 14 Tagen vor Beginn der nächsten Bundesliga-Saison (11.August) verstärkt Fernseh- und
Radio-Spots, Plakatwerbung sowie Anzeigen in Tageszeitungen geben.
Die
Marketing-Firma Arena hatte im Dezember 2005 vollkommen überraschend den Zuschlag für die Übertragungslizenz der Deutschen Bundesliga für die nächsten drei Jahre erhalten und gleichzeitig den Konkurrenten und Pay-TV-Sender
Premiere auf die Reservebank geschickt.
Zu Beginn der Lizenz-Ausschreibung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) war Arena noch mit dem größten Kabel-Netz-Betreiber "
Kabel-Deutschland" als gemeinsamer Veranstalter aufgetreten, doch noch vor der offiziellen Vergabe der Lizenz hatten Arena und Kabel Deutschland sich als mögliche Kooperationspartner wieder getrennt. Seither ist der neue Lizenz-Inhaber bemüht, die von der DFL geforderte Mindestabdeckung zur Versorgung der deutschen Haushalte für Live-Fußball abzudecken, was ihr derzeit noch nicht wirklich gelungen ist.
Arena ist eine Tochtergesellschaft von Unity Media, zu der auch die Firmen
Ish,
Iesy und Tele Columbus gehören. Diese Kabel-Netz-Betreiber decken gemeinsam aber nur etwa sieben Millionen Haushalte ab und das ist weithin viel zu wenig. Vor wenigen Tagen konnte Arena eine Vereinbarung mit dem Satelliten-Betreiber "
Eutelsat" bekannt geben, die etwa 100 regionale Kabel-Netz-Betreiber mit Fernsehen versorgt und somit kommen weitere zwei Millionen Haushalte dazu. Den größten Brocken aber hätte
Kabel-Deutschland mit etwa 10 Millionen Haushalten und seit der Lizenz-Vergabe im Dezember sind sich diese Unternehmen hinsichtlich einer gemeinsamen Versorgung noch nicht einig. Auch die Verhandlungen mit dem Kabel-Netz-Betreiber
Kabel BW , die immerhin gut 2,3 Millionen Haushalte mit Fernsehen versorgen, stehen immer noch aus.
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