
Das so genannte
Handy-Ticketing wird zwar in mehreren
Pilot-Projekten von Kommunalverwaltungen getestet, doch wirklich durchgesetzt hat sich dieses Verfahren noch nicht. Der Grund dafür ist auch, dass es derzeit noch keine einheitlichen Richtlinien dieser Technik gibt. Das aber soll jetzt anders werden, denn die Initiative "D21" will ein Zertifikat schaffen, das die Verbreitung der
Handy-Zahlfunktion zukünftig erleichtern soll.
In vielen skandinavischen Ländern hat sich das bequeme Parken mit
Handy-Tickets bereits durchgesetzt. Nur bei uns tun sich die öffentliche Verwaltung und die Industrie immer noch schwer, dem Kunden geeignete Systeme anzubieten. Die Initiative "D21" hat deshalb Hindernisse analysiert und Lösungswege erarbeitet, die die Projektgruppe in einem Katalog von Qualitätskriterien für Handy-Park-Betreiber nun veröffentlicht hat.
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Haupthindernis für das Handy-Parkensystem ist immer noch das Fehlen von übergreifenden organisatorischen, technischen und rechtlichen Kriterien, die es den kommunalen Auftraggebern erschweren, den richtigen Betreiber auszuwählen. Mit dem D21-Kriterienkatalog werden den Betreibern betrieblicher Verfahren, Fragen der Datenübertragung, des Datenschutzes, der Abwicklung der Finanzströme usw. abverlangt.
Bisher haben sich drei Handyparken-Betreiber zur Zertifizierung angemeldet: Stadtwerke Lemgo, Parkmobil Deutschland GmbH (München) und M-Parking GmbH (
Berlin). Die Teilnahme an einer Zertifizierung ist für die Betreiber freiwillig, bietet aber analog einem "Gütesiegel" Vorteile gegenüber potenziellen Auftraggebern.
"Die Zertifizierung ermöglicht Transparenz und gewährleistet eine erhebliche Beschleunigung der erforderlichen Genehmigungsprozesse in jeder Kommune", betont der Leiter der D21-Projektgruppe Thomas Weil (Stadt Köln). "Durch das Handyparken sollte nicht das 'Kleingeld durch Kleinstaaterei' ersetzt werden. Wir brauchen gemeindeübergreifende Lösungen in ganz Deutschland. Dazu bedarf es Standards und zertifizierter Anwendungen" ergänzt Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.
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Rubrik: Handy Tarife