Premium-SMS – Mobilfunker unterschreiben Verhaltenskodex
Mit einer so genannten "Premium-SMS" kann ein Mobilfunk-Kunde "Mehrwert-Dienste" per SMS in Anspruch nehmen und "gleich" bezahlen, ohne dass er seine Bankverbindung Preis geben muss. Zahlt er beispielsweise für eine reguläre SMS 11 Cent und bestellt dann einen Klingelton, Handylogo oder auch die neuesten Infos seines Musik-Idols mittels SMS, so wird ihm für diese Information, die vom Anbieter angezeigte Summe als "SMS-Takt" belastet.
Was die entsprechenden Anbieterseiten meistens nur im Kleingedruckten verraten: Wer sich die neuesten Klingeltöne für sein Handy bestellt oder mal eben kurz per SMS mit anderen chatten möchte, schließt gleichzeitig ein Abonnement über die Fortführung des Dienstes ab, das nur durch eine weitere Kurzmitteilung mit einem speziellen Kennwort an die Kurzwahlnummer beendet werden kann.
Besonders Jugendliche werden von den Premium-SMS-Anbietern als Zielgruppe angesprochen und drängen ihre Opfer so nicht selten in eine Schuldenfalle. Zwischenzeitlich sind viele Jugendliche schlauer geworden und meiden diese Dienste, weil sie nicht abschätzen können, welche Kosten tatsächlich auf sie zukommen.
Um das Vertrauen der Verbraucher in diesen Service zu stärken, hat die Mobilfunk-Branche nun einen Verhaltenskodex für Mehrwertdienste aufgestellt. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung, die branchenweite Richtlinien für das Angebot von Mehrwertdiensten per SMS, MMS oder Online-Angeboten festlegt. Erarbeitet wurde dieser Verhaltenskodex (Code of Conduct) von Mobilfunk-Netzbetreibern, mobile Dienste-Anbieter, Inhalte-Anbieter sowie Mediatoren.
Der Codex sieht vor, dass unter anderem Mobilfunk-Kunden, die ein SMS- oder MMS-Abo abschließen, per "Handshake-SMS" aufgefordert werden, den Vertragsabschluss noch einmal per SMS zu bestätigen. Außerdem müssen die Kennwörter für "Bestellungen" und "Abbestellungen" des Dienstes anbieterübergreifend identisch sein. Weiterhin müssen Preise für einen entsprechenden Dienst bis auf zwei Nachkomma-Stellen genau ausgewiesen werden und …"in unmittelbarer Nähe"… zu der Kurzwahlnummer …"deutlich erkennbar"… sein. Zusätzlich verpflichten sich die Mitglieder dieser Vereinbarung zu einer so genannten "Kosten-WARN-SMS", wenn die Kosten für diesen Dienst einen monatlichen Gesamtpreis von mehr als 50 Euro überschritten hat.
Initiatoren und Gründungsmitglieder dieser Vereinbarung sind die Mobilfunk-Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus, O2, sowie die Mobilfunk-Service-Provider debitel, Drillisch, mobilcom und Talkline. Als Dienste-Anbieter haben unterschrieben: Arvato Mobile, BoB mobile, Carmunity.com, conVISUAL, Digame mobile, dtms, Ericsson Internet Payment eXchange, Jamba, Materna, MEGA Communications, Midray, Mindmatics, Minick, Mobile 365, Mobileview, Net-mobile, Netsize, Wapme, Whatever Mobile.
Laut Vereinbarung müssen die genannten Regeln bis spätestens zum 01. Oktober 2006 umgesetzt sein.
Preis pro Minute: 7,5 Cent
Preis pro SMS: 7,5 Cent

Preis pro Minute: 7,5 Cent
Preis pro SMS: 7,5 Cent

Preis pro Minute: 7,5 Cent
Preis pro SMS: 7,5 Cent

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