WiMAX oder UMTS - wohin geht die Mobilfunk-Technik?dsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
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16.07.2006WiMAX oder UMTS - wohin geht die Mobilfunk-Technik? WiMAX oder UMTS, wohin geht die Mobilfunk-Technik? Das ist die Frage, mit der sich wohl derzeit sehr viele Konzerne und Unternehmen beschäftigen.Nachdem sich weltweit der europäische Standard GSM (mobiles Telefonieren) durchgesetzt hatte, schien ein europäischer Weg zur mobilen Datenübertragung mit UMTS nicht mehr weit zu sein. UMTS steht für Abkürzung "Universal Mobile Telecommunications System" und ist ein neuer Standard für die mobile Telekommunikation aus dem Jahre 1998. Vorgesehen waren Übertragungsraten von 384 KBit/s bis 2 MBit/s für Sprach-, Video- und Datendienste, sowie Roaming zwischen GSM und UMTS-Netzen. Doch so einfach umzusetzen war diese Technik dann doch nicht: Die technische Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten von mobilen Endgeräten überholte die einfache UMTS-Technik, und so waren die Netze technisch bereits überholt, bevor man sie überhaupt komplett in Betrieb nehmen konnte.
Betrachtet man jedoch die möglichen Internet-Service-Dienste der Zukunft (Beispiel Videophonie oder Video on Demand) und die Entwicklung der ausgebauten Datenleitungen mit ADSL2+ oder VDSL fürs Internet, so stellt sich die Frage, wie lange wird es dauern, bis HSDPA zu einem Nadelöhr geworden ist, ähnlich wie UMTS (einfach) heute. Teilweise zeigt sich in der UMTS-Entwicklung auch bereits eine gewisse Zurückhaltung. Während T-Mobile als einziges Unternehmen ihr Netz bereits komplett auf HSDPA umgerüstet hat, ist Vodafone noch dabei. O2-Germany hat bisher nur eine Willenserklärung zur kompletten Aufrüstung abgegeben, E-Plus will sich erst gar nicht beteiligen. In Amerika und Asien zeigt sich indes eine ganz andere Entwicklung, nämlich "WiFi" und "WiMAX". WiFi ist eine drahtlose Zugangstechnologie zum Internet auf der Basis des WiFi-Standards und erlaubt hohe Bandbreiten von derzeit bis zu 54 MBit/s. WiFi hat nur einen kleinen Haken: Nutzer können hierüber nämlich nur im Radius von etwa 100 Metern zum jeweiligen Übergabepunkt den Zugang zum Internet finden. WiMAX heißt nun die Technologie der Zukunft in Amerika und in vielen Ländern der Welt. WiMAX ermöglicht Reichweiten von derzeit maximal 50 km bei einer maximalen Bandbreite von 70 MBit/s. Durch WiMAX können wesentlich kostengünstiger Wireless Metropolitan Area Networks (WMAN) oder Netzzugänge aufgebaut werden. Der US-amerikanische Chip-Hersteller Intel, einer der Begründer des WiMAX-Forums setzt voll und ganz auf die WiMAX-Technologie und investiert weltweit Milliarden zur Förderung und zum Aufbau entsprechender Netze. So bringt sich Intel beispielsweise in Förderungsprojekte der Länder Malaysia, Thailand, Vietnam, Indonesien, Ägypten, England oder den Niederlanden ein. Aber auch in Deutschland unterstützt Intel die WiMAX-Technologie, beispielsweise bei dem deutschen Provider DBD (Deutsche Breitband Dienste). Als jüngste Investition von Intel wurde eine Kapitalmenge von gut 900 Millionen US-Dollar freigesetzt: Gut 600 Millionen US-Dollar sollen dabei an den Wireless-Provider "Clearwire" fließen. Einen weiteren 300 Millionen US-Dollar - Schub will der Chip-Hersteller an das Unternehmen Motorola und der Investitionssparte "Motorola Ventures" leisten. Clearwire ist nun dabei, rasch WiMAX-Netzinfrastrukturen in den großen Ballungsräumen in den USA, teilweise aber auch in Europa aufzubauen. Das "alte" Europa hat sich bisher für eine andere Entwicklungslinie (GSM-GPRS-UMTS-HSDPA) entschieden und viele scheinen sich für die WiMAX-Technik nicht begeistern zu können. Auch in Deutschland hat man das Gefühl, dass die Obrigkeit kein wirkliches Interesse an der WiMAX-Technik hat. Die Bundesnetzagentur hatte Sendefrequenzen für WiMAX ausgeschrieben und das Interesse war auch überraschend groß: Insgesamt 1.211 Anträge von 102 verschiedenen Unternehmen waren Ende Februar 2006 bei der Bundesnetzagentur eingegangen. Die Behörde konnte sich aber nicht auf einen Vergabeschlüssel einigen und so sollen die Frequenzen nun versteigert werden.
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