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21.07.2006Kabel Deutschland plant WiMAX-Funknetz
Kabel Deutschland möchte mit den WiMAX-Netzen Versorgungslücken in seinem Verbreitungsgebiet schließen. Derzeit ist das Unternehmen in 13 Bundesländern aktiv und setzt seit einiger Zeit auf Kombiangebote aus TV, Internetanschluss und Telefonie, bisher aber nur ausschließlich über Kabel. Im Großraum München testet Kabel Deutschland den Funk-Internet-Standard "WLAN", doch diese Technologie besitzt nur eine Reichweite von gut 100 Metern. WiMAX dagegen besitzt eine Reichweite von gut 50 Kilometern und bietet zudem wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten mit bis zu 30 MBit/s. Schauen Sie doch auch mal nach einem UMTS-Tarif !
Während in Europa und speziell in Deutschland überwiegend noch auf die Funktechnologie UMTS/HSDPA gesetzt wird, ist WiMAX weltweit immer mehr im Kommen. Speziell der Chip-Hersteller und Mitbegründer des WiMAX-Forums, Intel fördert diese Technologie mit Milliardeninvestitionen. Die beiden WiMAX-Standards "WiMAX fixed" und "WiMAX Mobile" bieten eine wesentlich größere Reichweite und Übertragungsgeschwindigkeit als das Europäische UMTS/HSDPA. Durch WiMAX lässt sich auch ein wesentlich kostengünstigeres Netz aufbauen. Entsprechend begehrt sind auch die Funklizenzen, die von der Bundesnetzagentur ausgeschrieben waren. Bei der Ausschreibung im Februar dieses Jahres hatten 102 Unternehmen insgesamt 1.211 Anträge gestellt. Die Bundesnetzagentur hatte ursprünglich vor, die Frequenzbänder aufgrund der Anträge einfach zu verteilen, konnte durch die enorme Antragsflut aber keinen gerechten Verteilerschlüssel finden. Nun sollen die WiMAX-Lizenzen versteigert werden. Zur Versteigerung stehen WiMAX-Frequenzen in 16 Regionen an, die sich überwiegend an den Grenzen der Bundesländer orientieren; es sind jedoch auch bundesweit gültige Lizenzen möglich. Hierzu stehen drei Pakete im Bereich von 3.410 bis 3.494 und 3.510 bis 3.594 MHz zur Verfügung, Paket A und B umfassen jeweils drei Blöcke mit je 7 MHz gepaart, Paket C bis zu vier Blöcke mit je 7 MHz gepaart. Während das Paket A in allen Bundesländern zur Verfügung steht, sind die Pakete B und C nicht flächendeckend verfügbar, da zum Teil noch Frequenzen für die WLL-Nutzung (Wireless Local Loop) zugeteilt sind.
Rubrik: Alternative Zugänge
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