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25.07.2006BNetzA - Milliardenerlöse aus WiMAX-Lizenzen?
Entsprechend groß ist die Nachfrage nach entsprechenden WiMAX-Sendelizenzen auch hier in Deutschland. Ende Februar 2006 hatten sich für die 48 einzelnen Lizenzblöcke insgesamt 102 Unternehmen mit 1.211 Anträgen beworben. Die Bundesnetzagentur hatte aufgrund der Antragsflut keinen gerechten Verteilerschlüssel gefunden und will die Lizenzen nun -ähnlich wie UMTS- versteigern. Mit dem Beginn der Versteigerung ist noch im Herbst zu rechnen und dann stellt sich die Frage, gibt es einen ähnlichen Bietersturm auf die Frequenzen wie beim UMTS und wird es für die Unternehmen dann ähnlich knapp mit dem Geld für einen möglichst schnellen Ausbau der Netze ... ähnlich wie beim UMTS? Schauen Sie doch auch mal nach einer Handy-Flatrate !
"Wir erwarten 49,5 Milliarden, so dass auch noch 500 Millionen für den Aufbau der Infrastruktur bleiben", meinte Dipl.-Ing. Bernd Schulze, zuständiger Mitarbeiter für die Frequenzregulierung, ironisch auf eine Frage des WiMAX-Euroforums in München und spielte dabei auf die Hindernisse des UMTS an. Bei dem Wettstreit um die damals begehrten UMTS-Lizenzen hatten sich fünf Unternehmen mit insgesamt gut 50 Milliarden Euro gegenseitig hoch gepusht und am Ende fehlte das Geld für einen zügigen Netzausbau und günstige Tarife für den Endverbraucher. Versteigert werden Frequenzen in 16 Regionen, die sich an den Grenzen der Bundesländer orientieren, auch bundesweite Anträge sind möglich. Es stehen drei Pakete im Bereich von 3.410 bis 3.494 und 3.510 bis 3.594 MHz zur Verfügung, Paket A und B umfassen jeweils drei Blöcke mit je 7 MHz gepaart, Paket C bis zu vier Blöcke mit je 7 MHz gepaart. Während das Paket A in allen Bundesländern zur Verfügung steht, sind die Pakete B und C nicht flächendeckend verfügbar, da zum Teil noch Frequenzen für die WLL-Nutzung (Wireless Local Loop) zugeteilt sind. Beteiligen kann sich jedes Unternehmen, das - unabhängig von der eingesetzten Technik - einen breitbandigen drahtlosen Netzzugang (Broadband Wireless Access, BWA) über diese Frequenzen anbieten will. Das geplante Mindestgebot für eine bundesweite Lizenz liegt bei gut 21,423 Millionen Euro. für die am dünnsten besiedelte der 16 Regionen muss man mindestens 0,72 Millionen Euro bieten, für die am dichtesten besiedelte gar 2,645 Millionen. Ungefähr das Doppelte dieser Beträge muss vor Versteigerungsbeginn als Kaution hinterlegt werden, um überhaupt an der Versteigerung teilnehmen zu dürfen.
Rubrik: Alternative Zugänge
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