Überwachung der Mitarbeiter via Handy
Das schottische Unternehmen Trisent hat eine neue Mobilfunktechnik entwickelt, die die lückenlose Kontrolle des Aufenthaltsorts aller Mitarbeiter ermöglicht. Im Gegensatz zu bestehenden "Tracking-Systemen", die über GPS funktionieren, verwendet Trisent mit seinem Gerät "Trilocator" handelsübliche Handys. Ein Hinweis auf dem Display des Gerätes unterrichtet den Mitarbeiter, dass die Daten zum Aufenthaltsort gerade übermittelt werden. Erst wenn das Gerät ausgeschaltet ist, ist eine Datenübermittlung -und somit die Übermittlung des derzeitigen Standortes- nicht mehr möglich.
Das Gerät und die Technik werden derzeit in Zusammenarbeit mit dem russischen Telekom-Anbieter "VimpelCom" getestet. Nach Abschluss der Tests will das Unternehmen Trisent sein System vor allem Firmen mit Außendienstmitarbeitern anbieten.
In Großbritannien soll, nachdem im Mai dieses Jahres das Gesetz zum Mobilfunk-Tracking gelockert wurde, ein Pilotprojekt starten, bei dem Eltern den Aufenthaltsort ihrer Kinder ermitteln können. Die Bürgerrechtsorganisation "Liberty" hat allerdings bereits Kritik angemeldet. Die Organisation meint, es gebe keinen Grund, einen Mitarbeiter rund um die Uhr überwachen zu müssen.
Es gibt aber noch weitere kritische Stimmen: Die Zeitung "The Sydney Morning Herald" zitiert beispielsweise den Freiheitsrechtler Doug Jewell mit den Worten, dass eine Firma kein Recht hätte, nonstop über den Aufenthalt seiner Angestellten Bescheid zu wissen, nur weil jene einen Arbeitsvertrag unterschrieben hätten. Das Unternehmen Trisent verteidigt sein System und meinte: Die Mitarbeiter würden darüber informiert, dass ihr Handy gerade getrackt wird. Außerdem sei das System so aufgebaut, dass kein Vorgesetzter die Technik heimlich einsetzen könne.
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