Handy-Studie - Strahlen erhitzen Gehirnteile auf 10.000 Grad

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25.08.2006

Sonstige Meldungen

Handy-Studie - Strahlen erhitzen Gehirnteile auf 10.000 Grad

Handy-Studie - Strahlen erhitzen Gehirnteile auf 10000 GradIn der Hamburger Morgenpost finden Sie einen interessanten Artikel zum Thema "Gesundheitsschädigung durch Mobilfunkstrahlen". Hierbei wird darüber berichtet, dass bei einem Versuch am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung mittels Handy-Strahlung Mikrowellen erzeugt wurden, deren Strahlung im Gehirn punktuell Hitze von 10000 Grad entstehen lassen können. "Jeder weiß, dass in der Mikrowelle einiges in Sekunden und anderes nur langsam heiß wird", so Direktor Markus Antonietti. "Dummerweise erhitzen sich bestimmte Stellen im Gehirn sehr schnell."

Richtlinien geben vor, dass die Erwärmung von Körperteilen beim Telefonieren ein Grad nicht überschreiten darf. Doch in der Realität kann nur die mittlere Temperatur gemessen werden. Die Forscher um Antonietti bestrahlten deshalb eine Art künstliches Gehirn, um genauere Temperaturdaten zu bekommen. Das schockierende Ergebnis: Wo der Testaufbau am ehesten Zellteilen im Gehirn ähnelte, gabs die stärksten Erhitzungen. "Wie viel genau, kann man nicht sagen. Aber einige Teile absorbieren hundert Mal mehr Energie als angenommen. Das kann für Sekundenbruchteile 10000 Grad und mehr erzeugen", so Antonietti. "Und die Energie aus Handys schüttelt die Moleküle so heftig durch, dass sogar Löcher in der Zellmembran entstehen."

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Ob und wie gefährlich die gemessenen Strahlungen tatsächlich sind, vermochte der Professor nicht zu sagen. Er stellt auch deutlich, dass er persönlich nichts gegen Handys hat und auch er selber gelegentlich mit einem Mobilfunktelefon telefoniert.

Die Morgenpost berichtet noch über eine weitere Studie: In einem Versuch von vor zwei Jahren hätten Handystrahlungen auf einem Reagenzglas sogar eine gentoxische Wirkung gehabt - sie zerstörten Teile der DNA. "So was steht am Anfang jeder Krebserkrankung", so Projektkoordinator Franz Adlkofer. Und das bei Strahlen weit unter den Grenzwerten. Eine indische Studie hat jetzt das gleiche Ergebnis geliefert - und zwar bei lebenden Menschen.

Weshalb die Schäden auftreten, sei unklar und auch das sei bisher noch kein Beweis, dass Handystrahlungen Krebs auslösen. "Aber es ist fahrlässig, so zu tun, als gäbe es kein Risiko. Wir brauchen mehr Forschung!", meint Projektkoordinator Adlkofer. Die anstehende UMTS-Technik sei noch gefährlicher. Immer wieder berichten kritische Forscher, wie mit Drohungen und Rufschädigungen versucht wird, sie mundtot zu machen und die notwendige Forschung würde seiner Meinung nach sehr erfolgreich von der Mobilfunkindustrie in Verbindung mit Teilen der Politik torpediert.

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