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19.09.2006Nach Kauf - Für AOL-Kunden ändert sich zunächst nichts Stolze 675 Millionen Euro hat die Telecom Italia für die DSL-Kunden des deutschen Online-Dienstleisters AOL bezahlt und diese Kunden gehen nun über zur Telecom-Italia-Tochter "HanseNet" aus Hamburg. Damit ist der ehemalige Regional-Provider HanseNet zum drittgrößten DSL-Provider Deutschlands aufgestiegen. Vor HanseNet liegen nur noch T-Online und das Firmenkonsortium um United Internet (1und1, GMX, Web.de). Gegenüber der Zeitschrift Financial Times Deutschland (FTD) sagte HanseNet-Chef Harald Rösch, das sich für die bestehenden AOL-Kunden zunächst nichts ändern wird. "Niemand wird zum Wechsel gezwungen." Wer wolle, könne weiter über die AOL-Software ins Netz gehen und seine E-Mail-Adresse behalten. Auch der bisherige Service soll bestehen bleiben. Rösch kündigte an, dass die Startseite des alternativen Anschlussanbieters künftig stark dem AOL-Portal ähneln werde. Außerdem würde auf dem HanseNet-Portal zukünftig beide Marken, Alice und AOL, angeboten werden.
Nach Angaben des Hamburger Abendblatts werden rund 250 der 500 Hamburger AOL-Mitarbeiter innerhalb der Stadt in die HanseNet-Zentrale umziehen. Insgesamt übernimmt HanseNet 1.200 AOL-Beschäftigte, so dass das Unternehmen jetzt auf gut 2.500 Mitarbeiter herangewachsen ist.
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