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26.09.2006Spiegel-Reporter muß 3500 Euro für einen UMTS-Tag zahlen
In dem Artikel geht es um einen Spiegel-Reporter, der während der Tour de France drei Wochen lang in Frankreich gewesen ist, um über die Tour zu berichten. Als er dann wieder in Deutschland seinen Dienst verrichtete und die Abrechnung seines Mobilfunk-Providers öffnete, wurde er mit einer Rechnungssumme von stolzen 9.000,00 Euro konfrontiert. Den mit Abstand größten Anteil an dieser Rechnungssumme war in den drei Wochen Frankreich begründet; davon alleine ein Tag mit einer Abrechnungssumme von gut 3.500,00 Euro ... und alles nur UMTS. Ob und inwieweit die 3.500 Euro alleine nur durch ..."ein bisschen Surfen und Archivrecherche"... verursacht wurde (so wie es im Artikel heißt), können wir natürlich nicht sagen, aber angesichts der Quelle (Spiegel ... und das noch im eigenen Haus) wollen wir einmal davon ausgehen, dass es sich tatsächlich nur um UMTS-Gebühren gehandelt hat. So spricht Spiegel auch von einem extremen Einzelfall, nimmt aber diese Erfahrung zum Anlass, um die Roaming-Kosten beim mobilen Surfen im Ausland etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Schauen Sie doch auch mal nach einer Handy-Flatrate !
Im Spiegelbericht heißt es weiter: Schon die normalen Handy-Kosten sind, sobald man eine europäische Grenze überquert, so exorbitant, dass sogar die EU-Kommission etwas dagegen unternehmen will. Im Vergleich zu dem, was UMTS-Kunden aber im Ausland abgeknöpft wird, sind normale Handygebühren regelrecht kundenfreundlich. Der Spiegel zitiert auch die Tarifexpertin von "connect", Josefine Milosevic, die meint: "Wenn Sie mit größeren Datenmengen hantieren, sind sie im Ausland fast mit jedem Tarif übel dran", und der Spiegel geht noch weiter, wo es heißt: "Insider, die lieber unerkannt bleiben wollen sprechen sogar freimütig von Raubrittertum oder Abzocke." Sei es wie es sei: Während eine UMTS-Flatrate für Rechner oder Handy innerhalb Deutschlands etwa 40 bis 55 Euro ...im Monat!... kostet, können im Ausland schon mal 14 bis 15 Euro pro Megabyte zusammen kommen, ... und dabei ist es egal, bei welchem Mobilfunk-Netzbetreiber Sie Ihren Vertrag abgeschlossen haben. So warnt Spiegel Online auch: "Wer im Urlaub viel surft, oder mit großen Dateien wie PDFs oder Videos arbeitet, kommt schnell auf horrende UMTS-Kosten. Als Beispiel nennt Spiegel nur die eigene Startseite, die, wenn sie aufgerufen wird, gut 500 Kilobyte Traffic verursacht und somit schon einmal zwischen vier und sieben Euro an Kosten produziert. Als Alternative gibt es so genannte Volumentarife, die aber nicht generell angeboten werden. Spiegel Online nennt das Beispiel von Vodafone, die einen Tarif mit 20 Megabyte für 47 Euro bzw. 100 Megabyte für 87 Euro anbieten, dies gilt allerdings nur für bestimmte Länder, und auch hier kann man sich nicht sicher sein, ob sich das System nicht in das stärkste Netz Vorort einwählt, anstatt beim Roaming-Partner. Warum die Auslandstarife so horrend sind, kann sich niemand so recht erklären. Denn die Kosten, die da an den Kunden weitergereicht werden, entstehen weder dem ausländischen noch dem eigenen Netzbetreiber. Lediglich ein geringer Aufwand muss betrieben werden, um einen Kunden gewissermaßen vom einen Netz ins andere weiterzureichen, die Kosten dafür sind marginal. Der Rest ist Phantasie - und die kennt beim Thema Datentarife im Augenblick offenbar kaum Grenzen. Lesen weiter im Spiegel-Bericht.
Rubrik: Handy Tarife
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