Studie – Sport wird als Zugpferd für IP-Fernsehen überschätzt
Als im Dezember 2005 die arena Sport Rechte Marketing GmbH (eine Tochtergesellschaft der Unity Media) die Live-Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga erworben hatte und die Deutsche Telekom sich für die Live-Übertragungsrechte der Bundesliga übers Internet interessierte und dann auch erwarb, wurde die deutsche Öffentlichkeit erstmals richtig mit dem Thema "Internet-Fernsehen " konfrontiert.
Seither wird spekuliert, dass das so genannte IP-TV (speziell mit seinen Sportangeboten), das neue VDSL-Netz der Telekom zum Erfolg führen wird. Die Telekom-Konkurrenten befürchten eine Benachteiligung im Wettbewerb, die EU-Kommission droht der Bundesregierung mit Klage und die Mobilfunkbranche fiebert dem Handy-TV entgegen.
"Alles Humbug", meint eine Studie von TNS Emnid. Eine Befragung von Online-Nutzern, was sie von IP-TV und von Podcasts erwarten ergab, dass viele Nutzer gar nicht wussten, wovon die Rede ist. Vielen Nutzern ist der Begriff "Internet-Fernsehen" zwar bekannt, doch wirklich auseinandergesetzt hätten sie sich mit dem Thema nicht. Außerdem würde das Thema "Sport" als Argumentation -FÜR- IP-TV nur auf Rang sechs einer möglichen Wunschliste stehen.
Am meisten interessieren sich die von TNS Emnid befragten 14- bis 49-jährigen Online-Nutzer für Filme. Die Betrachtung aller 14- bis 49-Jährigen Onliner zeigt zudem, dass die höchste Nutzungsrate von Podcasts in der Altersklasse der 14- bis 29-Jährigen liegt.
IPTV beschreibt grundsätzlich eine breitbandinge IP-Verbindung auf das Endgerät TV bei dem Inhalte und Dienste über die Fernsehbenutzerschnittstelle (meistens die Fernbedienung) bedienbar ist und Interaktion über den Rückkanal ermöglicht. Dabei können über eine IPTV-Plattform nicht nur Audio- und Videosignale verbreitet werden, sie eignet sich auch für eCommerce-Anwendungen (T-Commerce), Multi-User- und Online-Spiele (Lotto, Wetten).
Beim so genannten Podcasting handelt es sich um eine Art Infrastruktur für die Distribution von Musik und Sprache, bestehend aus Podcasting-Programmen, XML-Dateien und Podcast-Clients. Mit der Einführung des iPods von Apple wurden Podcasts populär.
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Upstream: 192 kBit/s

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