
Der in Spanien ansässige Telco-Riese, die Telefonica, meldet für die ersten neun Monate des Jahres 2006 einen Gewinnzuwachs von stolzen 59,4 Prozent auf insgesamt 5,18 Milliarden Euro. Entsprechend wuchs auch der Umsatz um 43,1 Prozent auf nunmehr 38,71 Milliarden Euro. Alleine im dritten Quartal 2006 stieg der Umsatz um 37,2 Prozent auf insgesamt 13,54 Milliarden Euro bzw. der Nettogewinn um 84,2 Prozent auf insgesamt 2,61 Milliarden Euro.
Insgesamt zählt die spanische Telefonica weltweit einen Kundenstamm von 195,9 Millionen. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Mobilfunkanschlüsse um 47,9 Prozent auf nunmehr 138,4 Millionen, sowie die Breitband-Internet-Anschlüsse um 45 Prozent auf insgesamt 7,3 Millionen Haushalten. Im Bereich Pay-TV wuchs die Zahl der Kunden um 62,2 Prozent mit jetzt insgesamt 900.000 Kunden. Das Geschäft mit Inhalten und Medien ergab alleine im dritten Quartal 2006 eine Umsatzsteigerung von 26,3 Prozent auf insgesamt 349,8 Millionen Euro. Hier ging der operative Gewinn allerdings um 13,8 Prozent auf 40,3 Millionen Euro zurück.
In diesem Jahr hat die spanische Telefonica auch den britischen Konzern O2 übernommen, wozu auch die deutsche O2-Germany gehört. Seit Übernahme vor gut acht Monaten konnte O2-Germany seinen Umsatz um acht Prozent steigern. Bei der Bekanntgabe der O2-Zahlen aus Deutschland stellte O2-Germany fest, dass das Unternehmen nicht so schnell wächst wie die deutsche Konkurrenz. Hierdurch hat das Unternehmen die Umsatzerwartungen für seine Anleger weiter zurückgeschraubt.
Das Deutschland-Geschäft lief in der Tendenz nicht so gut wie im Gesamtkonzern. So musste die Telefonica Deutschland, die auch Festnetzanschlüsse vermarktet, im dritten Quartal 2006 einen Umsatzrückgang um 3,6 Prozent auf insgesamt 66 Millionen Euro verzeichnen. Die Gesamtzahlen für die ersten neun Monate hätten allerdings einen Umsatzanstieg von 5,2 Prozent auf derzeit 2,19,2 Millionen Euro ergeben. Der operative Verlust liegt bei 25,2 Millionen Euro.
Laut Unternehmensleitung konnte die Telefonica Deutschland, trotz des starken Wettbewerbs, die Zahl seiner vermieteten
DSL-Anschlüsse auf insgesamt 450.000 Anschlüsse innerhalb Deutschlands steigern. Hierbei würde das Unternehmen fast alle größeren DSL-
Provider mit der eigenen DSL-Infrastruktur versorgen.
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