BenQ-Pleite - Ausverkauf der deutschen Standorte?dsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
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03.01.2007BenQ-Pleite - Ausverkauf der deutschen Standorte?
"Der Betrieb wird nun bis auf eine Auslaufproduktion eingestellt", sagte eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Martin Prager. Unfertige Handys sollen noch zusammengebaut werden. Nach Betriebsratsangaben werden dazu bis Ende Januar noch bis zu 300 Mitarbeiter in München und Kamp-Lintfort benötigt, danach vorübergehend voraussichtlich noch 120. Mit einem Mobilfunk-Prepaid-Tarif können Sie für 14 Cent/Minute telefonieren !
Nach Angaben des BenQ-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Michael Leuckner interessiert sich eine Investorengruppe "mit Erfahrungen in der IT- und Kommunikationsbranche" für die Produktionsstätten. Um welche Investoren es sich handelt, sagte Leuckner nicht. Offenbar geht es nun tatsächlich um einen "Ausverkauf", denn Leuckner meinte, eine Einigung hänge von einem "Geschäftsmodell" und von der "Finanzierung" ab. Wer diese Variablen in welcher Größenordnung vorgibt, ließ Leuckner offen, doch eines ist bei einer Insolvenz klar: Der zuständige Insolvenzwalter wickelt nur noch die laufenden Geschäfte ab und hat die Insolvenzmasse möglichst gewinnbringend zu veräußern. Hier aber kann der Insolvenzwalter nur auf Kaufofferten möglicher Interessenten zurückgreifen und dort bestimmt der Käufer den Preis. Nach einer Veröffentlichung der Münsterschen Zeitung scheint zu mindestens für die Service- und Reparaturfirma "Inservio GmbH" aus München ein Käufer gefunden worden zu sein. Für die Inservio GmbH interessiere sich ein europäischer Investor aus der Elektroniksparte, sagte der erste Bevollmächtigte der IG Metall Bocholt, Heinz Cholewa gegenüber der Zeitung. In der Inservio GmbH hatte die insolvente BenQ Mobile ihr Garantie- und Reparaturgeschäft ausgegliedert. Ende Oktober 2006 hatte Inservio bekannt gegeben, dank einer Zwischenfinanzierung erst einmal weitermachen zu können. Nach Angaben der Borkener Zeitung soll es sich bei dem Interessenten für Inservio um ein französisches Unternehmen handeln. Die Gespräche zwischen dem Insolvenzverwalter und dem Investor sollen bis spätestens nächste Woche zu einer Entscheidung führen. Ohne eine tragfähige Lösung für die BenQ-Handyproduktion in Kamp-Lintfort könnte aber auch die Bocholter Reparaturwerkstatt schon bald schließen müssen.
Rubrik: Sonstige Meldungen
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