
Gerade ist das gerichtliche Gerangel um die beabsichtigte
Fusion zwischen dem Mobilfunk-Service-
Provider "
mobilcom" und dem
DSL-Provider "
freenet" glücklich abgeschlossen, wendet sich mobilcom-Chef Eckhard Spoerr einem anderen hartnäckigen "Heiratskandidaten" zu, nämlich der Drillisch AG.
Paschalis Choulidis, Chef vom Mobilfunk-Dienstleister Drillisch, möchte gerne an die Verlustvorträge des großen Konkurrenten mobilcom in Höhe von mehr als drei Milliarden Euro ran, denn in einem Firmenverbund könnte Drillisch mögliche eigene Gewinne steuerlich den mobilcom Verlusten gegen rechen lassen und somit könnte der Wert des eigenen Unternehmens um bis zu 40 Prozent gesteigert werden.
Aus diesem Grund hatte Choulidis bereits etwas mehr als 10 Prozent der mobilcom-Aktien aufgekauft und signalisiert, das Aktienpaket auf bis zu
20 Prozent aufstocken zu wollen. Bis dahin wollte Eckhard Spoerr aber keinen Zusammenschluss und sprach auch ganz offen seine Meinung zu diesem Thema aus: Im
November 2006 meinte er gegenüber der Zeitschrift "Die Welt": "Die wollen, dass wir sie übernehmen, aber das werden wir nicht tun."
Nun aber sind die Karten durch die freigewordene Fusion mit freenet neu gemischt: Eckard Spoerr, will bis Mitte 2007 über die Verwendung der liquiden Mittel des aus der Fusion den beiden Gesellschaften hervorgegangenen Unternehmens "Telunico" entscheiden und schloss in diesem Zusammenhang auch eine Übernahme des Wettbewerbers Drillisch nicht mehr aus. -SO- ist es wenigstens in der Zeitschrift "Euro am Sonntag" zu lesen.
Das Blatt zitiert Eckhard Spoerr mit den Worten: "Ich habe mir bis Mitte 2007 eine Frist gesetzt, um die Kapitalstruktur bei Telunico in Ordnung zu bringen." Telunico verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 500 Millionen Euro liquide Mittel. Als Übernahme-Kandidaten kommen für Spoerr offenbar DSL-Anbieter, Mobilfunk-Dienstleister sowie Unternehmen aus dem TV- und Kabelgeschäft in Betracht. "Wir befinden uns in einem zusammenwachsenden Markt", meinte Spoerr weiter. Hierbei schloss er erstmalig die Übernahme der Drillisch AG nicht mehr aus. Wörtlich heißt es: "Es wäre lediglich eine taktische Akquisition."
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Rubrik: Provider News