Frankfurter Uni-Klinikum erlaubt mobiles Telefonieren
"Aus medizinisch-technischer Sicht kann nichts passieren, wenn das Handy ein Meter von den Geräten entfernt ist", meint Professor Werner Irnich von der Universität Gießen. Das Uni-Klinikum in Frankfurt hat deshalb jetzt reagiert und will das Handy-Verbot für Patienten zum 1. Februar aufheben. Ausnahmen bilden lediglich besonders sensible Bereiche wie Intensivstationen.
Irnichs Studie, auf die sich das Frankfurter Klinikum bezieht, ist bereits acht Jahre alt. Damals hatte der Giessener Professor 234 medizinisch-technische Geräte allen möglichen Frequenzen ausgesetzt. "Auch auf Intensivstationen ist kein Verbot notwendig, wenn es Probleme gibt, sieht man es ja sofort", sagt Irnich.
Die Frequenz der Sanitäterfunkgeräte hätte am ehesten gestört, meint Irnich. "Man verbietet Patienten in Krankenhäusern zu telefonieren, dabei tragen doch selbst Anästhesisten ein Mobiltelefon mit sich herum und denen verbietet man es nicht."
Die Frankfurter sind nicht die ersten in Deutschland, in deren Kliniken zukünftig frei telefoniert werden kann. In der Klinik der medizinischen Hochschule Hannover dürfen Patienten ebenso zum Handy greifen wie auch in der Giessener Uniklinik.
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