14.02.2007

 Die Spam-Flut in E-Mail-Konten ist einfach nicht zu stoppen. Eine Internet-Studie des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen ergab, dass pro E-Mail-Konto durchschnittlich etwa 100 Spam-Mails pro Woche eingehen. Fast 60 Prozent der befragten Verbraucher gaben an, dass sie wöchentlich zwischen 10 und 100 Spam-Mails erhalten würden. Gut 30 Prozent der Befragten gab an, dass sie mehr als 100 Spam-Mails pro Woche erhalten. Mit den Mails kommen auch die Viren und Trojaner: 35 Prozent aller Befragten gab an, sich durch eine der Massen-Mails bereits mindestens einmal einen Computervirus eingefangen zu haben.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen fordert deshalb drastische Strafen gegen den Versender solcher unerwünschten E-Mails. Im Januar hatte der Bundestag im Telemediengesetz zwar ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro gegen Spammer beschlossen, die Verbraucherzentralen fordern aber eine Erhöhung auf mindestens 500.000 Euro. >>JEDES<< Versenden von Spam-Mails müsse mit Bußgeld belegt werden, nicht nur, wenn die Kopf- und Betreffzeile der Nachricht verschleiert sei, heißt es von der Verbandschefin Edda Müller.
Innerhalb der letzten 16 Monate schickten die Internetnutzer gut 2,4 Millionen Beschwerden an eine speziell dafür eingerichtete Stelle der Verbraucherschützer. Aufgrund der Beschwerden wurden insgesamt 59 Verfahren eingeleitet, wobei bereits in 27 Fällen eine Unterlassung erreicht werden konnte; die anderen Fälle sind noch nicht abgeschlossen. Das Hauptproblem ist die Rückverfolgung, weil die meisten der unerwünschten Mails aus dem Ausland kommen.
Dieses Projekt war allerdings nur auf eineinhalb Jahre ausgelegt und wurde vom Bundesverbraucherministerium finanziert. Das Ergebnis der Studie beruht auf die Befragung von 1000 Endverbrauchern.
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