Handy-TV - DMB oder DVB-H, wie geht es weiter?dsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
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11.03.2007Handy-TV - DMB oder DVB-H, wie geht es weiter? Eines, der in Zukunft mit wichtigsten Dienstleistungsangebote im Bereich Telekommunikation und Mobilfunk soll zukünftig das so genannte Handy-TV (auch mobiles Fernsehen genannt) sein. Handy-Fernsehen soll aber nicht über Übertragungstechniken wie DSL, GSM-EDGE, UMTS-HSDPA oder WiMAX realisiert werden, sondern über die aus dem Hörfunk und Fernsehen stammenden Ergänzungsstandards "DMB" und "DVB-H". Während "DMB" bereits seit gut einem Jahr von der Firma "Mobiles Fernsehen Deutschland" (MFD) zur Übertragung seines "Watcha"-Paketes genutzt wird, gibt es für "DVB-H" noch keine Lizenz-Inhaber für die Übertragung entsprechender Dienstleistungen und dementsprechend auch noch keine Angebote. Beide Übertragungstechniken bieten, für sich gesehen, Vor- und Nachteile. Die bedeutendsten Nachteile bei DMB sind wohl, dass bei dieser Technik nur eine sehr begrenzte Anzahl von Fernsehprogrammen angeboten werden können und der Stromverbrauch bei den Endgeräten relativ hoch ist. Der bedeutendste Nachteil bei DVB-H ist, dass vielerorts (und gerade in Ballungszentren) einfach keine - oder sehr eingeschränkte - Übertragungskapazitäten (Frequenzen) zur Verfügung stehen.
In der Regel steht bei DVB-H eine Nettodatenrate von etwa acht MBit/s zur Verfügung. Bei einer Auflösung von 320 mal 240 Pixel und einer Datenrate von zirka 300 kBit/s stehen Kapazitäten für mehr als 20 TV-Programme sowie zusätzliche Hörfunksender und Datendienste bereit. Alle DVB-H-Nutzer werden mit einer gleich bleibenden Qualität versorgt, eine Begrenzung der Nutzerzahlen gibt es nicht. DVB-H verfügt über eine Kommunikationsstelle, die auf dem IP-Protokoll basiert (IP Datacast). Hierdurch spielt es für Anbieter keine Rolle, ob die Daten über eine Datenverbindung per UMTS oder über Rundfunk per DVB-H verbreitet werden. DMB bietet keine solche vom Übertragungsweg unabhängige Plattform. Eine erhöhte Fehlerkorrektur macht DMB zwar fit für den Einsatz über Satellit oder Kabel, dies wird in Deutschland jedoch noch nicht praktiziert. Ein weiterer Vorteil bei DVB-H ist, dass Endgeräte relativ wenig Energie verbrauchen. Durch Einsatz eines so genannten "Zeitmultiplexverfahrens", wird eine Senkung des Energieverbrauchs beispielsweise dadurch erreicht, dass die zum Programm gehörenden Datenpakete in der Regel im 5-Sekunden-Takt übermittelt werden und sich das energiefressende Empfangsgerät zwischenzeitlich ausschalten kann. DMB ist die Abkürzung für "Digital Multimedia Broadcasting" - gilt als schärfster Konkurrent von DVB-H und ergänzt den Hörfunk-Standard DAB (Digital Audio Braodcasting) um audiovisuelle Inhalte. Mit bis zu 400 kBit/s lassen sich im Kompressionsverfahren MPEG4 die multimedialen Inhalte auf Mobiltelefone, Handhelds, PDAs und andere portable Empfangsgeräte übertragen. DVB-H - Digital Video Broadcasting - Handheld - steht für den digitalen Empfang von Fernseh- und Hörfunkprogrammen sowie Datendiensten auf mobilen Empfangsgeräten. Der Buchstabe H bei DVB-H gilt als Abkürzung für so genannte Handhelds und soll den mobilen Charakter neben DVB-S (Satellit) und DVB-C (Kabel) deutlich unterstreichen. Natürlich lassen sich mit, entsprechend ausgerüsteten Mobiltelefonen, auch Inhalte auf einem Handydisplay darstellen. Aufgrund der technisch besseren Möglichkeiten, haben sich die großen Netzbetreiber in Deutschland für den DVB-H-Standard entschieden. Test- und Pilotprojekte hierzu hat es bereits gegeben und beim Start im Jahre 2008 wollen sich diese Unternehmen entsprechend einbringen (wobei sich E-Plus derzeit aus einem geplanten Gemeinschaftsprojekt ausgeklinkt hat). Die Auswahl an geeigneten Geräten ist derzeit noch sehr bescheiden und sowohl für DMB als auch für DVB-H in der Anschaffung relativ teuer. Für DMB: etwa 600 Euro ohne Vertrag und um 50 Euro mit Vertrag.
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