
WiMAX ist die alternative Technologie zum Breitband-Internet an festen Standorten (Hausanschlüsse) sowie mobilem Internet für Handys, Handhelds oder PDAs. Die größten Konkurrenztechnologien sind (wenigstens in Europa)
DSL für
Festnetz und
UMTS für Mobilfunk. Im Gegensatz zu DSL oder UMTS bietet WiMAX bereits in der Aufbauphase große Bandbreiten und ist im Netzaufbau und -Erweiterung erheblich günstiger als die Konkurrenztechnologien. Der Chip-Hersteller "
Intel" unterstützt seit gut zwei Jahren Staaten und Unternehmen mit gigantischen Subventionszahlungen zum Aufbau von WiMAX-Netzen, so auch das Unternehmen
Sprint Nextel in Amerika oder auch die Deutsche Breitband Dienste GmbH (
DBD) in Deutschland.
Ende vergangenen Jahres wurden sowohl in Deutschland als auch in den USA Lizenzen für WiMAX-Technologien vergeben, sprich, sie wurden von verschiedenen Unternehmen ersteigert. Während Deutschland seine
WiMAX-Lizenzen mit 56 Millionen Euro an insgesamt fünf Firmen eher "verschenkte", zahlten in Amerika die drei größten Bieter Milliarden-Summen für die Lizenzen. Der größte Einkäufer für
WiMAX-Lizenzen in den USA war allerdings eine deutsche Firma, nämlich die T-Mobile-USA mit 4,2 Milliarden US-Dollar. An zweiter Stelle folgte das Unternehmen Verizon Wireless mit 2,8 Milliarden US-Dollar und dann folgt Sprint Nextel mit 2,4 Milliarden US-Dollar.
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Nun heißt es aus den USA, das Unternehmen Sprint Nextel will im Bereich WiMAX so richtig "Gas geben" und bereits im Jahre 2008 insgesamt 18 US-amerikanische Städte mit der WiMAX-Technologie versorgt haben. Gestern nämlich gab das Unternehmen im Rahmen der "CILA Wireless"-Messe seine Pläne bekannt und stellte gleichzeitig seine Technologie-Partner vor.
Nachdem Sprint Nextel bereits die Städte Baltimore (US-Bundesstaat Maryland), Chicago (Illinois) und Washington (DC) als erste Wimax-Regionen benannt hatte, sollen im Jahr 2008 noch weitere 16 Städte folgen: Austin, Boston, Dallas, Denver, Detroit, Fort Worth, Grand Rapids, Indianapolis, Kansas City, Minneapolis, Philadelphia, Portland, Providence, Salt Lake City, San Antonio, und Seattle. Während erste Netze zum Jahreswechsel in den Testbetrieb gehen sollen, rechnet der Anbieter mit einem kommerziellen Start im April 2008. Bis Ende 2008 sollen in den genannten Regionen 100 Millionen Einwohner mit Wimax erreicht werden.
Um das Ziel zu erreichen, werden Hardware-Hersteller wie Zyxel, ZTE und Samsung die passenden Endgeräte liefern, darunter Wimax-taugliche Modemkarten für Notebooks,
USB-Adapter und Modems. Samsung wird sowohl eine Wimax-Karte für Notebooks als auch eine kombinierte PC-Karte für Datenübertragung per Wimax oder über das Mobilfunknetz beisteuern.
Sprint Nextel hatte im August 2006 angekündigt, bis zu drei Milliarden US-Dollar (2,25 Milliarden Euro) in den Aufbau eines flächendeckenden Wimax-Netzes nach dem Standard 802.16e-2005 investieren zu wollen.
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Rubrik: Alternative Zugänge