04.08.2005

 Aus Presseberichten des Wall Street Journals ist zu entnehmen, dass die US-Mobilfunkanbieter Sprint und Nextel sich zusammenschließen wollen. Damit wären sie dann mit einem Kapital von 30 Milliarden US-Dollar die Nr. 3 in der Branche. Laut Wall Street Journal laufen derzeit entsprechende Gespräche, die, soweit sie erfolgreich verlaufen, insgesamt etwa 38,5 Millionen Kunden unter einem Dach vereinigen würden. Gemeinsam mit der Nr. 1 -Cingular- (47 Millionen Kunden) und der Nr. 2 -Verizon- (42 Millionen Kunden) würden sich Sprint/Nextel dann drei Viertel des US-Marktes teilen.
An Sprint war die Deutsche Telekom einmal beteiligt, die Bonner hatten sich aber im Jahre 2001 von dem Unternehmen getrennt. Die Telekom, deren amerikanische Tochter T-Mobile durch die mögliche Fusion zum kleinen Schlusslicht werden würde, wird nichts unternehmen, so die Medien. Die Firma Nextel wurde in den Vereinigten Staaten vor allem durch ein Mobiltelefon bekannt, dass zugleich als Walkie-Talkie funktionierte.
Die US-Regulierungsbehörde für Telekommunikation FCC stimmte am Mittwoch (Ortszeit) der Fusion der bisherigen Nummer Fünf, Nextel, mit dem Branchendritten Sprint zu. Die Wettbewerbshüter knüpften ihr Ja-Wort an keine Bedingungen. Mit dem Zusammenschluss sei keine Wettbewerbsverzerrung verbunden, hieß es zur Begründung.
Rubrik: Sonstige Meldungen
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